
Guten Morgen!
Rechte, die Medien machen und Rechte, die in die Medien gehören. Das und mehr in diesem Morgenmoment - heute von Lisa Duschek und Luca Niederhofer.
#1 Möchtest du das teilen?
Wie viele Journalist:innen braucht man, um über einen Tankstellen-Ansturm zu berichten? Klingt nach einem schlechten Witz über Medien. Aber ist im Zusammenspiel zwischen FPÖ und Problemmedien leider Realität in Österreich:
#2 Hast du das gesehen?
Streiks wie aktuell bei der Lufthansa sorgen oft für Ärger bei Passagier:innen, sind aber meist das letzte Mittel nach gescheiterten Verhandlungen. Am Freitag streikte das Kabinenpersonal, wodurch über 500 Flüge ausgefallen sind.
Die Gewerkschaft kritisiert vor allem ausbleibende Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen sowie fehlende Lösungen für Beschäftigte der Tochterfirma Cityline. Es handelte sich bereits um den dritten großen Streik in diesem Jahr, während die Verhandlungen weiterhin ohne Ergebnis sind.
Trotz beziehungsweise gerade wegen der Unannehmlichkeiten erhöhen Streiks den Druck auf Arbeitgeber:innen, wenn diese nicht reagieren. Durch Streiks wurden historisch viele grundlegende Arbeitsrechte erkämpft. Wenn sie auch kurzfristig unangenehm sind, langfristig stärken sie die Rechte von Arbeitnehmer:innen - und das ist wichtig.
#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Bei der Beurteilung von Berufsunfähigkeit durch die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) gibt es derzeit keinen Rechtsanspruch darauf, eine Vertrauensperson zur Begutachtung mitzunehmen - trotz anhaltender Kritik. Betroffene berichten von Druck, Intransparenz und unfairer Behandlung, woraufhin Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) Verbesserungen angekündigt hat.
In der Praxis ist davon bisher wenig zu spüren. Die PVA bestätigt, dass Begleitpersonen zwar oft erlaubt, aber nicht garantiert sind. Wie diese Entscheidung im Einzelfall getroffen wird, bleibt unklar. Dabei entscheiden diese Gutachten über die Existenz und Zukunft der Betroffenen, weshalb eine Vertrauensperson für mehr Sicherheit und Fairness sorgen könnte.
Die PVA verweist auf den Gesetzgeber. Das bedeutet: ohne klare gesetzliche Regelung bleibt Betroffenen diese Unterstützung weiterhin unsicher.
Einen sonnigen Start in die Woche wünschen dir
Lisa und Luca
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