Guten Morgen!

Immer am Reden, wenig am Sagen, praktisch nie am Recht haben - und trotzdem immer als Experte eingeladen. Ein Blumentopf, wenn du erraten hast, wen wir meinen. Aufgelöst wird’s im Morgenmoment, der kommt heute von Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Ein CDU-Politiker hat einen sexistischen Auftritt hingelegt. Am Ende ist aber die Frau zu kritisieren, die es bekannt macht - meint zumindest Richard David Precht, Experte für eh alles. Barbara Blaha kommentiert:

#2 Kann es so gehen?

Sowohl Fahrerinnen als auch weibliche Passagiere können bei Uber in den USA nur mit Frauen fahren - sofern sie das wollen. Das Unternehmen hat das Programm, das bisher in einigen Städten verfügbar war, diese Woche ausgeweitet. Es ist eine Reaktion auf häufige Übergriffe, die Frauen von männlichen Fahrern oder Passagieren erleben. Männer, die sich deswegen “diskriminiert” fühlen, klagen die Anbieter Uber und Lyft. Uber hat die Funktion dennoch auf das ganze Land ausgeweitet.

In 40 weiteren Ländern gibt es die “Frauen für Frauen”-Option teilweise schon, etwa auch in einigen deutschen Städten. In Österreich ist sie noch nicht verfügbar. Dafür gibt es eigene Angebote wie das “Flintaxi” in Wien oder das Frauen-Nachttaxi in Innsbruck.

Laut Uber sei die Anzahl der Fahrerinnen nach Einführung der Funktion gestiegen. In deutschen Städten müsse man im Schnitt fünf Minuten länger auf ein Taxi warten, wenn man eine Fahrerin verlange.

#3 Grafik des Tages

Für die hohen Spritpreise derzeit sind weder der Preis für das Rohöl noch die Steuern verantwortlich. Wenn man die Preiszusammensetzung analysiert, sieht man: Das Problem sind die Preisaufschläge der Konzerne.

Die sind viel stärker gestiegen als die Teuerung bei Rohöl. Bei Diesel ist der Preisaufschlag etwa um mehr als die Hälfte höher als in der Vorwoche. Der Preis für Rohöl ist nur um ein Fünftel gestiegen.

ÖVP und FPÖ geben den Steuern die Schuld. Dabei sinkt der Anteil der Steuern am Preis sogar, wenn Sprit teurer wird. Die wesentlichen Mineralölsteuer und CO₂-Steuer sind nämlich überhaupt nicht vom Preis abhängig.

Dass Diesel und Benzin in Krisen teurer werden, lässt sich nicht ganz verhindern. Aber Deckel für die Preisaufschläge könnte die Spritpreise senken. Die Steuern zu senken, würde nur Symptome, aber nicht die Ursache bekämpfen. Dafür würden Konzerne profitieren. Denn sie sind es, die die Preise stärker anheben.

#4 MOMENT Live

In unserer wöchentlichen Live-Show (Mittwoch um 18 Uhr) geht es heute auch um den Krieg im Iran und die Auswirkungen auf Österreich. Außerdem erwartet dich ein Gespräch zu den Kürzungen im Sozialbereich und die Auswirkungen auf Beratungsstellen von Frauen:

Du kannst die Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen.

#5 Zündeln wir!

Morgen ist es so weit: Unser neuer Podcast “Zündstoff” erblickt das Licht der Welt. Ihr könnt den Podcast hier schon einmal abonnieren. Er wird auf euren liebsten Podcast-Plattformen verfügbar sein. In “Zündstoff” zerlegen die MOMENT-Redakteur:innen Yasmin Maatouk und Max Leschanz gemeinsam mit Autor und Podcaster Jean-Philippe Kindler politische Mythen, neoliberale Märchen und das ganz normale Elend des öffentlichen Diskurses.

Und weil das nicht alles sein kann, wird es auch Live-Aufnahmen des Podcasts geben. Die erste bereits am 23. März, in der Verteilungsgerechtigkeits-Aktivistin Marlene Engelhorn und Finanzminister Markus Marterbauer zu Gast sein werden. Alle Infos zu weiteren Tickets und Terminen findest du hier.

Einen schönen Mittwoch

Sebastian

Unterstütze MOMENT.at

MOMENT.at arbeitet unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Danke!

Reply

Avatar

or to participate

Weiterlesen