Guten Morgen!

Hochgejubelte Finanzprodukte sind keine Heilsbringer - schon gar nicht im Kampf gegen rechte Machtpolitik oder die Klimakrise. Die Medizin hingegen ist ein Heilsbringer, wie du in diesem Morgenmoment erfährst. Lisa Wohlgenannt schickt ihn dir.

#1 Möchtest du das teilen?

Überall erklären Banken, Versicherungen und mehr oder weniger vertrauenswürdige “Expert:innen” auf Youtube, dass man sein Geld in Aktien investieren soll. Besonders beliebt sind Finanzprodukte namens ETF. Warum das nicht der Heilsbringer ist, erklärt Leonhard Dobusch.

#2 Termin des Tages

Das Klima hat zuletzt wenig Aufmerksamkeit bekommen. Doch gerade mit Blick auf die aktuellen Budgetverhandlungen der Regierung sollten wir darauf achten, dass wir nicht auf die Klimakrise und Klimaschutz vergessen. Im Budget für 2025 und 2026 hat sie beim Klimaschutz massiv gekürzt - aber klimaschädliche Förderungen blieben bestehen.

Fridays For Future (FFF) kritisiert, dass damit Milliarden in die Zerstörung der Zukunft fließen und ruft zur Großaktion auf: Heute, am 24. April 2026 um 10 Uhr am Maria-Theresien-Platz in Wien.

"Ich frage mich: Wie viele Krisen brauchen wir noch, bis die Regierung versteht, dass Öl und Gas niemals verlässlich sein werden? Wir hätten spätestens gestern einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gebraucht", sagt Laila Kriechbaum, Sprecherin Fridays For Future.

Konkret fordert FFF, dass Dienstwagen- und Dieselprivileg sozial gerecht und nachhaltig gestaltet werden, höhere Abgaben auf Flugtickets gestaffelt nach Entfernung sowie höhere LKW-Maut und weniger verpflichtende Parkplätze bei Bauprojekten.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Erst ZARA und jetzt das Jugendzentrum Don Bosco in Amstetten. Wieder streicht ein rechter Politiker einer sozialen Einrichtung die Förderung. Ohne die 50.000 Euro vom Land steht Don Bosco vor dem Aus. 

Der niederösterreichische Integrationslandesrat Martin Antauer begründet den Schritt mit "Sparzwang". Die ganze Wahrheit ist das nicht. Denn er spricht auch von politischen Motiven für die Kürzung. Der "links-woke Wahnsinn", LGBTIQ+-Workshops und ein Pride Flaggen Quiz sind dem Politiker der rechtsextremen FPÖ ein Dorn im Auge.

"Es ist unsere Aufgabe, die Jugend dort abzuholen, wo sie gerade ist. Die Diversität, die bei unserer Türe hereinkommt, mit der begegnen wir unseren Jugendlichen auch", sagt - Regina Schmid, Geschäftsführerin von Don Bosco gegenüber dem ORF Niederösterreich. So gebe es auch Workshops mit der Polizei oder dem AMS.

Kritik kommt von SPÖ, NEOS, Grünen – und auch aus der ÖVP: Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer hat eine Sondersitzung einberufen und betont wie wichtig die Einrichtung für das soziale Netz der Stadt sei.

Dabei geht es weder bei ZARA noch bei Don Bosco ums Geld, sondern um politischen Machtkampf, der auf dem Rücken von Menschen ausgetragen wird. Meist von Gruppen, die besonders schutzlos sind. Seien es Betroffene von Hass im Netz, Rassismus oder Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung.

#4 Besser geht doch

In den USA zeigt ein Test für eine neue Krebs-Behandlung vielversprechende Ergebnisse. 16 Patient:innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs bekamen eine speziell an ihren Tumor angepasste Impfung. Von den 16 Patient:innen sprach die Hälfte auf die Behandlung an. Sieben von acht Patient:innen haben nach vier bis sechs Jahren noch gelebt. Die fünfjährige Überlebensrate von Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt normalerweise bei nur 13 Prozent.

Die fünfjährige Überlebensrate (wie viele Patient:innen fünf Jahre nach der Erstdiagnose noch am Leben sind) dient als Orientierung für die Prognose und den Vergleich unterschiedlicher Krebsarten. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der aggressivsten und gefährlichsten Krebsarten. Forscher:innen glauben, dass die Impfung auch bei anderen Arten funktionieren könnte.

Diese neue Behandlungsmethode ist keine vorbeugende, sondern eine therapeutische Impfung. Sie hindert den Krebs daran, sich auszubreiten oder zurückzukehren. Die Impfung bringt dem körpereigenen Immunsystem bei, Krebszellen zu erkennen und gezielt anzugreifen. So kann es sich langfristig gegen Krebs wehren.

Trotz der kleinen Testgruppe sind die ersten Ergebnisse der neuen Impfung ein vielversprechender Anfang. Derzeit läuft eine zweite größere Studie. Bis zum größeren Einsatz wird es aber noch dauern.

Ein schönes Wochenende wünscht dir

Lisa

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