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Es geht um Klima, Kulturkampf und Arbeitsstreik. Um falsche Feindbilder und echt Krisen - heute von Lisa Duschek

#1 Möchtest du das teilen?

Wieso Transfeindlichkeit nichts mit Feminismus, dafür umso mehr mit Faschismus gemein hat, erklärt Yasmin Maatouk in diesem Beitrag.

#2 Spin des Tages

Europa brennt. Wälder stehen in Flammen, Hunderttausende flohen vor den Flammen, Flüsse trocknen aus und Hitzewellen fordern jedes Jahr tausende Menschenleben. Trotzdem warnt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer nicht vor der Klimakrise, sondern davor, Arbeitsplätze einer angeblichen „Klimaideologie“ zu opfern.

Damit stellt er Klimaschutz und Wirtschaft als Gegensätze dar, obwohl die Fakten etwas anderes zeigen. Denn nicht der Klimaschutz bedroht unseren Wohlstand, sondern der Klimawandel selbst: Er setzt Tourismus, Landwirtschaft, Bauwirtschaft und vielen weiteren Branchen massiv zu. Gleichzeitig schaffen Investitionen in erneuerbare Energien und klimafreundliche Technologien neue Arbeitsplätze und machen die Wirtschaft langfristig widerstandsfähiger.

Wer Arbeitsplätze sichern will, muss deshalb die Klimakrise bekämpfen und nicht jene Maßnahmen, die ihre Folgen begrenzen sollen. Denn mit Naturgesetzen lässt sich nicht verhandeln, wie du in diesem Kommentar liest.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Mercedes steckt wirtschaftlich unter Druck und will mit einem Sparprogramm die Kosten senken. Doch gespart werden soll vor allem bei den Beschäftigten: Homeoffice-Möglichkeiten sollen weitgehend abgeschafft und die 35-Stunden-Woche durch eine 40-Stunden-Woche ersetzt werden. Ohne mehr Gehalt. Zusätzlich will der Konzern Sonderzahlungen wie Boni verschieben und begründet das mit angeblich zu hohen Arbeitskosten.

Dagegen regt sich nun Widerstand: Tausende Beschäftigte demonstrierten Anfang Juli gemeinsam mit der Gewerkschaft IG Metall gegen die Pläne. Die Gewerkschaft kritisiert, dass nicht die Arbeitnehmer:innen die Probleme verursacht hätten, sondern Management und Vorstand. Während diese jahrelang gut verdient und Milliarden an Aktionär:innen ausgeschüttet hätten, sollten nun die Beschäftigten die Rechnung bezahlen.

Einen stressfreien Start in den Donnerstag wünscht dir

Lisa

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