
Guten Morgen!
Ich mach es, du machst es, wir alle machen es - und wir müssen dringend darüber reden: googeln. Darüber und mehr liest du im neuen Morgenmoment, geschrieben von Sebastian Panny.
#1 Möchtest du das teilen?
In der ersten Ausgabe ihrer Kolumne “KI-Kritisch Informiert” analysiert Claudia Zettel, warum die KI-Suchergebnisse von Google nicht nur schlecht, sondern auch schädlich sind:
#2 In was für einem Bankenland leben wir eigentlich?
Der Staat braucht dringend mehr Geld. Die Banken fahren Rekordgewinn um Rekordgewinn ein. Was wohl als Nächstes passiert? Richtig geraten: Die Regierung plant aktuell NICHT, die Sonderabgabe für Banken zu verlängern. Die brachte 2025 und 2026 jeweils rund 300 Millionen Euro.
Seit 2022 sind die Gewinne der Banken explodiert - ohne etwas dafür zu machen. Sie haben vor allem von hohen Zinsen der Europäischen Zentralbank profitiert.
Erst 2025 hat die Regierung die Bankenabgabe leicht erhöht und eine Sonderabgabe für 2025 und 2026 eingeführt. Jetzt verhandelt sie das neue Budget und sucht Einnahmemöglichkeiten. Doch laut Plan soll die Abgabe nicht verlängert werden.
Seit 2011 gibt es in Österreich eine “Stabilitätsabgabe” für Banken. Damit sollten Banken nach und nach die Ausgaben von 10,8 Milliarden Euro für die Bankenrettungen der Finanzkrise zurückzahlen. 2011 machten Banken 711 Millionen Euro Gewinn. 510 Millionen Euro gingen als Abgabe an den Staat.
Die Gewinne der Banken stiegen in den kommenden Jahren an. Doch die Abgabe wurde gesenkt. In den ersten drei Quartalen 2025 haben die Banken 8,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Abgaben an den Staat belaufen sich für das ganze Jahr nur mehr auf 500 Millionen Euro.
Wir alle haben damals die Banken gerettet. Jetzt geht es ihnen gut wie selten – und sie sollen kaum einen Beitrag leisten? Sie in dieser Situation zu schonen, wäre ein Skandal.
#3 Noch nicht gut, aber besser
Wer für bessere Arbeitsbedingungen kämpft, braucht neben Durchhaltevermögen und Zeit vor allem eines: Geld. In den USA ist das besonders schwierig. Denn prekäre Arbeitsverhältnisse und schlechte Arbeitsrechte halten viele Menschen von gewerkschaftlicher Organisation ab. Nur 10 Prozent aller arbeitenden Menschen sind in den USA bei einer Gewerkschaft. Aber 70 Prozent befürworten sie, etwa 60 Millionen Menschen würden gerne einer beitreten.
Diese Lücke hat eben häufig finanzielle Gründe. Diese werden in den USA zum ersten Mal von der Organisation “Union Now” mit einem landesweiten Streikfonds bekämpft. Das Geld hilft Menschen, die sich organisieren wollen, aber zwei Jobs zum Leben brauchen und deswegen keine Zeit für Arbeitskampf haben. Auch wer wegen Gründung einer Gewerkschaft seinen Job verloren hat, soll Unterstützung bekommen. Der Fonds finanziert sich vorerst durch Spenden. Er hat bereits die Unterstützung der größeren Gewerkschaften des Landes sowie linker Politiker:innen wie Bernie Sanders, Alexandria Ocasio-Cortez oder Zohran Mamdani.
Die letzte große Welle von Arbeitskämpfen begann in den USA in den 1930er-Jahren. Damals wie heute waren die Unterschiede zwischen Arm und Reich sehr groß und viele Menschen wütend auf ein ausbeuterisches System. Laut “Union Now” soll eine Auswahl von Beschäftigten in Zukunft darüber entscheiden, wer Geld erhalten soll. Beginnen wollen sie mit dem Arbeitskampf bei riesigen Unternehmen wie Amazon und Starbucks.
#4 Dein Termin-Moment

Das vielleicht klügste Kabarett des Landes ist zurück und hat wieder ordentlich Funken im Gepäck. Barbara Blaha geht mit ihrem Bühnenprogramm „Funkenschwestern“ in die nächste Runde – und die neuen Termine 2026 sind da!
Was passiert, wenn persönliche Geschichten auf knallharte Zahlen treffen? Wenn sexistischer Blödsinn plötzlich unterhaltsam wird? Und wenn man bei Wirtschaftsthemen nicht nur nickt, sondern mal laut lacht? Genau das ist „Funkenschwestern“.
Alle Infos zu den Terminen & Tickets findest du hier. Der Reinerlös der Veranstaltungen und des Buchverkaufs geht vollständig an das Momentum Institut.
Einen feurigen Start in die Woche
Sebastian
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