
Guten Morgen!
Sind die zunehmenden Cyberattacken durch Künstliche Intelligenz eine echte Bedrohung oder steckt etwas anderes dahinter? Und welcher österreichische Industrievertreter tätigte die bizarrste Aussage des Sommers? Das und mehr in diesem Morgenmoment - heute von Lisa Duschek
#1 Möchtest du das teilen?
Immer öfter melden Medien Cyberattacken durch Künstliche Intelligenz. Für unsere KI-Kolumne stellt sich Claudia Zettel die Frage, wie viel davon echte Gefahr und wie viel inszeniertes PR-Geschrei ist.
#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Während die Regierungsverhandlungen um die Dürrehilfen für Österreichs Bauern Freitagnachmittag doch noch erfolgreich waren, hat der Chef der Industriellenvereinigung, Georg Knill, mit einer bemerkenswert bizarren Aussage überrascht. Knill findet Österreichs Klimaziele nämlich zu ambitioniert und warnt davor, mit strengeren Vorgaben „Tür und Tor für Klimafreaks“ zu öffnen. Er fordert stattdessen mehr Zeit für die Industrie. Zehn zusätzliche Jahre würden ihr laut Knill „massiv helfen“.
Dabei bekommt gerade die Industrie die Folgen der Klimakrise längst selbst zu spüren: Hitze, Dürre und Niedrigwasser belasten Energieversorgung, Transportwege und Produktion. Wegen des extrem niedrigen Wasserstands der Donau musste etwa die Voestalpine Transporte auf die Bahn verlagern. Gleichzeitig produziert Österreichs Wasserkraft wegen der Dürre derzeit deutlich weniger Strom als üblich.
Weniger Klimaschutz bedeutet deshalb nicht automatisch mehr Wettbewerbsfähigkeit – Unternehmen brauchen schließlich ausreichend Wasser, Energie und funktionierende Infrastruktur. Menschen, die stärkeren Klimaschutz fordern, als „Klimafreaks“ abzutun, ist daher besonders bemerkenswert: Gerade ein Industrievertreter müsste wissen, wie teuer die Klimakrise für die eigene Branche werden kann.
#3 Ignoriert
Pensionist:innen werden 2027 real an Kaufkraft verlieren, weil ihre Pensionen weniger stark steigen als die Preise. Die relevante Inflation liegt nämlich bei 3,4 Prozent, Pensionen bis 6.930 Euro werden aber nur um 2,95 Prozent erhöht. Bei 1.000 Euro Bruttopension fehlen dadurch gegenüber einem vollen Teuerungsausgleich rund 62 Euro netto im Jahr, bei 3.000 Euro sind es bereits 130 Euro.
Gerade Menschen mit kleinen und mittleren Pensionen trifft das besonders, weil sie einen großen Teil ihres Einkommens für Wohnen, Energie und Lebensmittel brauchen. Das Momentum Institut fordert deshalb, Pensionen bis 3.000 Euro brutto um die vollen 3,4 Prozent zu erhöhen. Das würde zusätzlich rund 110 Millionen Euro kosten und 1,86 Millionen Pensionist:innen zugutekommen. Finanziert werden könnte das laut Momentum Institut etwa durch eine stärkere Beteiligung besonders profitabler Branchen, beispielsweise über eine höhere Bankenabgabe.
Einen entspannten Wochenbeginn wünscht dir
Lisa
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