Guten Morgen!

Österreichs Landesenergieversorger verdienen weiterhin deutlich mehr als vor der Krise, während wir uns nur einen Bruchteil davon zurückholen. Mehr dazu liest du in deinem Morgenmoment, der kommt heute von Sebastian Panny und Nasim Neghabat.

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Kaum ein “Argument” wird so regelmäßig gegen die Erbschaftssteuer ins Feld geführt wie: “DARAUF HAT MAN DOCH SCHON STEUERN GEZAHLT!!!” Warum diese Aussage keinem zweiten und schon gar keinem dritten Blick standhält:

#2 Grafik des Tages

Nach den vergangenen Rekordjahren sind die Gewinne der österreichischen Landesenergieversorger 2025 erstmals wieder leicht zurückgegangen. Eine Rückkehr zur Normalität ist das aber noch nicht: Verglichen mit den Jahren vor der Krise haben die Unternehmen immer noch knapp 1 Milliarde Euro mehr an Gewinn geschrieben, hat das Momentum Institut berechnet.

Vor allem drei Versorger waren 2025 dafür verantwortlich: TIWAG, Kelag Kärnten und EVN haben gemeinsam knapp 700 Millionen Euro Übergewinne gemacht. Von allen Landesversorgern hat nur die Wien Energie keinen Übergewinn verzeichnet.

Aber warte, es gibt doch eine Übergewinnsteuer, um diese Gewinne etwas abzuschöpfen? Genau, der Energiekrisenbeitrag! Und der greift…mäßig. Zwischen 2022 und 2025 haben die Energieversorger insgesamt 12,1 Milliarden Euro an Übergewinnen angesammelt, dank Energiekrisenbeitrag wanderten 0,9 Milliarden Euro ins Budget - also gerade einmal 7,5 Prozent. Während Haushalte und Unternehmen unter hohen Energiekosten leiden und Budgets belastet werden, schreiben öffentliche Energieunternehmen also weiter Zusatzgewinne.

#3 Gegengelesen

Das Land Tirol wollte um 1,7 Millionen Euro Kunst aus der Sammlung des verstorbenen Peter Weiermair für die Tiroler Landesmuseen ankaufen. Nun wurde der Tiroler Tageszeitung allerdings ein Datenträger aus den Besitztümern von Peter Weirmair übermittelt, der unter anderem Abbildungen von Kindesmissbrauch enthält. Daraufhin hat das Land Tirol den Kauf zurückgezogen. Lukas Morscher, Direktor des Innsbrucker Stadtarchivs, soll die Abbildungen von Kindesmissbrauch beim Sichten der Sammlung übersehen haben.

Das ORF-Landesstudio Tirol berichtet dazu: „Wie die ‚Tiroler Tageszeitung‘ zuerst berichtete, soll die Kunstsammlung Aktfotos von Minderjährigen enthalten.“ Abbildungen von Kindesmissbrauch sind jedoch KEINE Aktfotografie. Aktfotografie ist eine Kunstform. Kindesmissbrauch ist KEINE Kunst. Die beschriebenen Bilder können daher auch nicht Teil einer Kunstsammlung sein, auch wenn sie inmitten von Kunstwerken abgespeichert wurden.

Einen guten Start in die Woche wünschen

Sebastian Panny und Nasim Neghabat

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