
Guten Morgen!
Lobbyist:innen der Gaming-Industrie sitzen bei Verantwortungsträger:innen und versuchen, Gesetze abzuwenden, und die Lohntransparenz-Richtlinie sitzt seit 101 Tagen bei ÖVP und NEOS im Wartebereich fest. Ich hoffe, du sitzt bequem, wenn du deinen Morgenmoment liest. Lisa Wohlgenannt schickt ihn dir.
#1 Möchtest du das teilen?
Die rechtsextremen Identitären können kaum Menschen mobilisieren. Das zeigte das “Gedenken” an die Türkenbelagerung am Kahlenberg in Wien. Der wurde dafür sogar abgesperrt. Anwesend war dann nur ein trauriges, versprengtes Häuflein. Beruhigend? Nein. Denn viel gefährlicher ist, dass die dahinterliegende Ideologie längst im Hohen Haus sitzt, kommentiert Natascha Strobl.
#2 Lesetipp
Sie sind teuer, machen süchtig und werden hauptsächlich von Kindern und Teenagern genutzt: Lootboxen in Videospielen. Die EU-Kommission will dagegen vorgehen und (junge) Spieler:innen schützen. Doch Recherchen zeigen, dass die Gaming-Industrie sich vehement gegen diese Gesetze wehrt.
#3 Ignoriert
Frauen kriegen in Österreich im Schnitt immer noch knapp 18 Prozent weniger Gehalt als Männer. Die Lücke ist größer als fast überall sonst in der EU. Die EU-Lohntransparenz-Richtline soll helfen, diese Lohnlücke zu schließen. Und sie sollte bereits seit 100 Tagen umgesetzt sein. Doch ÖVP und NEOS blockieren.
Was steht in der Richtlinie? Kleine und einfache, aber gute Maßnahmen, die für gerechtere Gehälter sorgen sollen.
Bei Jobinseraten soll eine vorgesehene Gehaltsspanne angegeben werden.
Arbeitgeber:innen dürfen nicht mehr nach dem bisherigen Gehalt fragen.
Und ein "Recht auf Auskunft über das eigene Gehalt".
Beschäftigte sollen erfahren können, wie viel Geld Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit im Betrieb bekommen. Im Schnitt - Einzelgehälter sollen dabei nicht verglichen werden. Größere Unternehmen ab 250 Beschäftigten müssen das regelmäßig berichten. Das sind aber nur zwei Prozent aller Unternehmen. Kleinere Unternehmen müssen die Informationen nur auf Nachfrage der Beschäftigten bereitstellen. Gibt es Gehaltsunterschiede von 5 % oder mehr, müssen diese objektiv und geschlechtsneutral erklärbar sein - zum Beispiel durch höhere Abschlüsse einer Gruppe. Hat das Unternehmen keine gute Erklärung, muss der Unterschied korrigiert werden.
Die Richtlinie sagt also: Große Betriebe müssen ihre Gehaltssysteme erklären können. Gibt es unerklärbare, ungerechte Unterschiede (sprich: Diskriminierung), müssen sie etwas tun.
Beschlossen wurde das alles bereits 2023. Alle Staaten hatten drei Jahre Zeit, die Richtlinie umzusetzen. Nur drei Mitgliedstaaten haben das fristgerecht getan: Die Slowakei, Italien und Litauen.
#4 MOMENT Live
In unserer wöchentlichen Live-Show (Mittwoch um 18 Uhr) ging es diesmal um Essenslieferant:innen und wie sie uns zukünftig Pizza, Burger und Co liefern sollen.
Du kannst die Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen.
#5 Besuche uns beim Open House
Am Donnerstag öffnen wir unser Büro für Unterstützer:innen und feiern gemeinsam unseren 7. Geburtstag. Was erwartet dich? Wir! Das Team des Momentum Instituts sowie des Moment Magazins und natürlich Gründerin Barbara Blaha! Um 18:00 Uhr gibt es eine Rede von ihr. Außerdem findest du unsere coolen Merch-Artikel, Drinks, Snacks und einen Photocorner: Halte deinen persönlichen Momentum-Moment fest und teile ihn auf Social Media.
Wo? Märzstraße 42/1, 1150 Wien
Wann? 17. September, ab 16:00 Uhr
Wir freuen uns auf dich!
Lisa im Namen des gesamten Teams
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