Guten Morgen!

Wieso Österreich es wieder einmal nicht schafft, eine EU-Richtlinie rechtzeitig umzusetzen und wie viele Millionäre in Österreich leben, das erfährst du in diesem Morgenmoment - heute von Lisa Duschek.

#1 Möchtest du das teilen?

Wissen, wie viel Kolleg:innen und Vorgesetzte verdienen? Wieso das Lohntransparenzgesetz kurz vor Deadline doch zu kippen droht, erklärt Barbara Blaha in ihrem Video.

#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Die Zahl der Verurteilungen wegen rechtsextremer Straftaten nach dem Verbotsgesetz in Österreich ist gestiegen. Das zeigen neue Zahlen aus einer parlamentarischen Anfrage an das Justizministerium. So sind die Verurteilungen nach dem Verbotsgesetz von 2024 auf 2025 um 13 Fälle auf insgesamt 191 angestiegen.

Erfasst werden dabei nicht bloß Anzeigen oder Verdachtsfälle, sondern abgeschlossene Gerichtsverfahren und Diversionen. Seit Jahren registrieren Polizei und Verfassungsschutz mehr rechtsextreme Vorfälle. Die steigenden Verurteilungen passen daher zu dem Trend zunehmender rechtsextremer Aktivitäten.

Gerade die FPÖ stellt die Bedeutung rechtsextremer Vorfälle regelmäßig infrage oder spricht von Übertreibungen. Wenn sowohl Anzeigen als auch Verurteilungen steigen, lässt sich das Problem aber nicht einfach wegdiskutieren. Rechtsextremismus ist kein Thema einzelner Ausreißer, sondern ein wieder größer werdendes Problem und eine gesellschaftliche Herausforderung.

#3 Zahl des Tages

Die Zahl der Millionär:innen in Österreich wächst weiter, währenddessen steigt auch die Armutsgefährdung. Laut aktuellen Schätzungen leben inzwischen mehr als 200.000 Vermögensmillionär:innen im Land. Gleichzeitig gelten rund 1,7 Millionen Menschen als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Das ist fast jede fünfte Person in Österreich. Besonders betroffen sind Arbeitslose, Alleinerziehende, Menschen mit niedrigen Einkommen und Familien mit mehreren Kindern.

Die Entwicklung zeigt, dass wachsender Wohlstand nicht allen gleich zugutekommt. Während Vermögen zunehmend bei einer kleinen Gruppe konzentriert ist, kämpfen viele Haushalte mit steigenden Kosten für Wohnen, Energie und den täglichen Bedarf. Selbst Erwerbsarbeit schützt nicht immer vor Armut: Hunderttausende Menschen gelten trotz Job als armutsgefährdet. Die Schere zwischen Arm und Reich geht damit immer weiter auf. Abhilfe könnten zum Beispiel Vermögenssteuern schaffen.

#4 Besser geht doch

Brasiliens Parlament hat eine Verfassungsänderung beschlossen, die die gesetzliche Wochenarbeitszeit von 44 auf 40 Stunden verringern soll - bei gleichem Lohn. Gleichzeitig soll die in einigen Branchen übliche 6-Tage-Woche abgeschafft werden und Beschäftigte zwei aufeinanderfolgende Tage frei bekommen. Die Umstellung soll innerhalb von 14 Monaaten passieren. Mehr als 37 Millionen Arbeitnehmer:innen sollen von dieser Reform profitieren.

Einen entspannten Start in die Woche wünscht dir

Lisa

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