
Guten Morgen!
Man darf und soll die Polizei, die Klimapolitik und die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern kritisieren - und das tun wir auch. Im heutigen Morgenmoment, verschickt von Lisa Wohlgenannt.
#1 Möchtest du das teilen?
“Man darf uns kritisieren. Man sollte es sogar. Aber man sollte wissen, wovon man spricht”, sagt ein Polizist, der sich selbst als politisch links verortet. Was er der Öffentlichkeit gerne über seinen Beruf sagen würde, erklärt er dir in unserer Serie “Was ich wirklich denke”.
#2 Grafik des Tages

Nun wurden auch in Tirol mehrere Waldbrände gemeldet. 450 Einsatzkräfte von 25 Feuerwehren waren insgesamt im Einsatz. Es sei möglich, dass das Feuer durch die Hitze entfacht wurde, heißt es von der Polizeiinspektion Matrei in Osttirol.
Das ist selten. Meist werden Brände durch menschliches Handeln ausgelöst. Dennoch befeuert die Erderhitzung Wald- und Buschbrände. Durch Hitze und Dürre brennen Wälder und Vegetation leichter und Feuer kann sich schnell ausbreiten. Expert:innen gehen davon aus, dass mit zunehmender Erderhitzung auch die Gefahr der Wald- und Vegetationsbrände weiter steigt.
Doch intakte Wälder sind wichtig. Sie schützen vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlägen oder Muren und sie helfen als CO2-Speicher im Kampf gegen die Klimakrise. Die zunehmenden Waldbrände sind also ein ökologisches, wirtschaftliches und soziales Problem.
Wir brauchen Klimaschutzmaßnahmen, um die Erderhitzung einzudämmen. Und wir brauchen Anpassung an die neuen, heißeren Bedingungen, die wir bereits erleben.
#3 Besser geht doch
Den Gender Pay Gap zu schließen, würde nicht nur Frauen zu mehr Gleichberechtigung verhelfen, sondern die Gesellschaft reicher machen und dem Staat bis zu 9 Milliarden Euro bringen. Das zeigt eine Analyse des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB).
In der Stichprobe erhielten die Frauen 16 Prozent weniger brutto pro Stunde als die Männer. Würde man diese Lücke schließen, hätten Frauen im Schnitt monatlich 366 Euro netto mehr. Durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge brächte das der Staatskasse wiederum rund 9 Milliarden Euro pro Jahr.
In einem zweiten Szenario wurden Aspekte wie Alter, Ausbildung, Position im Unternehmen, Betriebsgröße, Migrationshintergrund und Kinder berücksichtigt. Anschließend wurde berechnet, wie hoch das Einkommen nach der Lohnstruktur der Männer sein müsste. Der Unterschied zum realen Gehalt der Frauen lag bei 10,2 Prozent. Arbeitnehmerinnen hätten in diesem Szenario monatlich 221 Euro netto mehr. Der Staat würde 5,4 Milliarden Euro im Jahr einnehmen.
So könnten wir den Gender Pay Gap schließen: Durch leistbare, flächendeckende Kinderbetreuung, die mit Vollzeitarbeit zu vereinbaren ist. Durch eine verpflichtende Väterkarenz, sodass die Sorgearbeit geteilt wird und Väter sich dafür in der Arbeit auch nicht rechtfertigen müssen. Durch Lohntransparenz und die Aufwertung von frauendominierten Berufen und Branchen. Und mithilfe einer Arbeitszeitverkürzung, denn die entlastet Mütter und ermöglicht Vätern, sich stärker einzubringen.
Die Berechnung basiert auf den Daten des Mikrozensus 2024. Untersucht wurden Arbeiter:innen und Angestellte zwischen 20 und 59 Jahren. Lehrlinge, Beamt:innen und Vertragsbedienstete wurden nicht einbezogen.
#4 In eigener Sache
Wir suchen freiwillige Helfer:innen für die re:publica Vienna 26 am 2. und 3. Oktober in Wien. Ob Bühnenhelfer:innen, Support bei Check-in und Garderobe, sowie Info-Point Betreuung. Wir brauchen dich!
Du erhältst einen Blick hinter die Kulissen des Festivals und hast freien Zugang zur re:publica Vienna 26. Mach mit und werde Teil der Crew.
Einen schönen Tag und ein faires Gehalt wünscht dir
Lisa
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