Guten Morgen!

Die FPÖ verpackt Menschenverachtung in einen fröhlichen Song. Die WKO macht einen Vorschlag, der wie ein Witz klingt. Wir wollen keine Spaßverderber:innen sein, ordnen aber ein. Lisa Wohlgenannt schickt dir deinen Morgenmoment heute.

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Die FPÖ hat einen Song über “Remigration” aufgenommen, der fröhliche Menschenverachtung verspricht. Warum Empörung da nicht reicht, analysiert Natascha Strobl.

#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Fast jedes Kind weltweit ist von mindestens einer Klimagefahr bedroht, zeigt der "Children's Climate Risk Report 2026" von UNICEF. Dazu zählen: Überschwemmungen, Dürren, Hitze, Brände, Sand- und Staubstürme sowie tropische Stürme. Rund 1,1 Milliarden Kinder sind von mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig bedroht. Das sind fast die Hälfte aller Kinder auf der Welt. Mehr als vier Millionen Kinder leben in Regionen mit sechs sich überschneidenden Klimagefahren.

Die Klimakrise ist meist eine Abfolge mehrerer Gefahren. Extreme Dürre zerstört beispielsweise Ernten, gefährdet die Ernährungssicherheit und begünstigt unkontrollierte Brände. Brände verschmutzen dabei die Luft und begünstigen Sturzfluten, weil die Böden Wasser nicht mehr gut aufnehmen können. Das fördert die Ausbreitung wasserbedingter Krankheiten. Häuser, Schulen und Krankenhäuser werden zerstört und Menschen vertrieben. Obdachlose Menschen sind der Klimakrise und ihren Folgen schutzlos ausgeliefert und noch anfälliger für weitere Gefahren. Kinder sind davon besonders betroffen. Ihre Körper entwickeln sich noch und können schlechter mit körperlichen und psychischen Belastungen umgehen.

UNICEF ruft die Politik auf:

  1. Emissionen zu verringern und dafür schnell aus fossilen Energieträgern aussteigen,

  2. Kindern in Anpassungsplänen Priorität zu geben,

  3. Kinder und Jugendliche bei Plänen und Strategien einzubeziehen. Dafür muss ihnen der Zugang zu Bildung, Wissen und Kompetenz gewährt werden.

#3 Meme des Tages: WKO

Die Wirtschaftskammer (WKO) Kärnten will den Wörthersee neu einstufen lassen. Vom "natürlichen Wasserkörper" zum "erheblich veränderten Wasserkörper". Das würde weniger Naturschutz bedeuten und mehr Möglichkeiten, den See zu verbauen und wirtschaftlich zu nutzen.

Bei der Argumentation der WKO sind wir uns unsicher, ob sie für oder gegen ihr eigenes Vorhaben argumentiert: Es gebe bereits viel verbautes Seeufer und der Klimawandel setze dem See zu. Zuletzt wurde auch der ökologische Zustand des Wörthersees von "gut" auf "mäßig" herabgesetzt. Grund dafür waren vor allem zu wenige Wasserpflanzen. Deshalb sei er kein natürlicher Wasserkörper mehr, also bräuchten wir auch nicht so zu tun. Sie nehmen den “mäßigen” Zustand des Sees als Ausrede, um ihm noch mehr zu schaden.

Das alles spricht allerdings dafür, dass der See besser geschützt werden muss - nicht weniger. Um die Situation zu verbessern schlagen Naturschützer:innen zum Beispiel vor, dass harte Seeuferverbauungen rückgebaut werden und strengere Regeln für Motorboote gelten sollen.

Das Vorhaben der WKO würde die Situation des Sees weiter verschlimmern. Und das nur wegen kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen. Tourist:innen wollen Seen als intakten Naturraum genießen und besuchen sie deshalb. Naturschutz liegt also auch im Interesse der WKO - oder sollte es zumindest.

#4 MOMENT Live

In unserer wöchentlichen Live-Show (Mittwoch um 18 Uhr) geht es diese Woche um das Sparbudget und wer am stärksten davon profitiert. (Spoiler: Du bist es nicht.)

Du kannst alle Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen.

Einen feinen Tag wünscht dir

Lisa

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