
Guten Morgen!
Du wunderst dich, warum Frauen Übergriffe nicht sofort melden? Einige Gründe dafür liest du im heutigen Morgenmoment, geschrieben von Sebastian Panny.
#1 Möchtest du das teilen?
Ein prominenter Mann war übergriffig? Ageh da hat sich die Frau doch sicher etwas ausgedacht, will nur Aufmerksamkeit oder sich wichtig machen! Die Anschuldigungen wechseln immer die Seiten - dabei sollten wir einfach Frauen einmal glauben, schreibt Natascha Strobl.
#2 So kann es gehen
Wer in einer Stadt ein großes Auto fährt, sollte auch mehr dafür zahlen. Immer mehr Städte führen höhere Gebühren für große Autos ein. Auch London plant jetzt welche.
Dafür gibt es viele gute Gründe. In London hat sich die Zahl der SUVs (das ist ein Marketingbegriff - im Prinzip geht es um große, hohe, schwerere Autos) in den vergangenen 20 Jahren verzehnfacht. Viele dieser Autos sind größer als die Parkplätze der Stadt. Beim Fahren nehmen sie anderen Verkehrsteilnehmer:innen viel Platz und Sicht weg.
Andere Autos sind weniger umweltschädlich. SUVs sind größer, schwerer und damit vor allem gefährlicher. In einem SUV haben Fahrer:innen auch schlechtere Sicht. Kinder werden bei Unfällen um 77 Prozent öfter getötet.
Um SUVs in der Stadt weniger attraktiv zu machen oder ihre Besitzer:innen zumindest an den zusätzlichen Kosten zu beteiligen, will Londons Bürgermeister Sadiq Khan, dass sie höhere Gebühren zahlen. Er wird von Rechten dafür als “anti-Auto”-Ideologe bezeichnet. Seine Antwort: Er sei “anti-Tod”, nicht “anti-Auto”.
London plant insgesamt 43 Maßnahmen, um den Verkehr sicherer zu machen. Bis 2041 sollen Todesfälle und ernste Verletzungen im Straßenverkehr der Stadt nicht mehr vorkommen. Neben SUV-Gebühren sind etwa auch niedrigere Tempolimits und mehr Zebrastreifen geplant. Im Zentrum der Stadt gibt es außerdem bereits seit Langem eine City-Maut.
Städte wehren sich weltweit zunehmend gegen die SUV-Flut. Paris und Zürich haben das Parken für größere Autos deutlich teurer gemacht. In Graz und Wien wird die Maßnahme diskutiert, aber noch nicht umgesetzt.
#3 So kann es nicht weitergehen
Vor fast zwei Monaten haben die nicht-ärztlichen Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler zum ersten Mal gestreikt. Sieben von acht Ordenskliniken haben sich daran beteiligt. Und das in einem Bereich, der selten streikt. Denn die Betreuung der Patient:innen ist für die Beschäftigten meistens die Priorität.
Damals liefen die Kollektivvertragsverhandlungen bereits zwei Monate. Die Arbeitnehmer:innen wollten vor allem eine stufenweise Absenkung der Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden und eine Lohnanpassung von 3,5 Prozent. Den oberösterreichischen Ordensspitälern ging das zu weit. Speziell die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung lehnten sie ab. Die Ordensspitäler werden in Oberösterreich großteils vom Land finanziert.
Zwei Monate und einen weiteren Streik später ist die mittlerweile siebte Verhandlungsrunde für einen neuen Kollektivvertrag gestern wieder gescheitert. Das ist die schlechte Nachricht. Doch es gibt auch einen Lichtblick: Die Arbeitgeber hätten ihr Angebot laut Gewerkschaft vida mittlerweile besonders bei der Frage der Arbeitszeitverkürzung nachgebessert.
Nach zwei Streiks sind die Arbeitgeber - und in diesem Fall auch die Politik - also doch bereit, ihr Angebot besser zu gestalten. Der aktuelle Vorschlag wird nun von der Belegschaft diskutiert, kommende Woche könnte es zu einer Einigung kommen. Weitere Streiks soll es vorerst nicht geben.
#4 Nicht verpassen!
Unser Podcast-Baby “Zündstoff” hat vergangene Woche das Licht der Welt erblickt, kommende Woche feiert es bereits die nächste Premiere: Am 23. März findet die erste Live-Show statt, Verteilungsgerechtigkeits-Aktivistin Marlene Engelhorn und Finanzminister Markus Marterbauer werden zu Gast sein.

Die gute Nachricht für uns: Das Event ist schon fast ausverkauft. Die schlechte Nachricht für euch: Es gibt kaum noch Karten! Wer kommenden Montag ab 20:00 in der Wiener Kulisse dabei sein will, sollte sich also hier schnell noch Tickets besorgen.
#5 MOMENT Live
In unserer wöchentlichen Live-Show (Mittwoch um 18 Uhr) geht es heute um die immer größer werdende Wohnungsnot und die Frage, wer am Grundbedürfnis Wohnen sehr viel Geld verdient:
Du kannst die Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen.
Einen schönen Mittwoch
Sebastian
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