
Guten Morgen!
Wenn deine Vorfahren damals schon Geld gespart hätten - statt das Feuer zu entdecken - dann hättest du heute vermutlich keine Probleme! Mehr zu Österreichs Überreichen im heutigen Morgenmoment, geschrieben von Sebastian Panny.
#1 Möchtest du das teilen?
"Google verbraucht in Österreich Boden und Strom. Und wir bekommen dafür Hitze und warmes Wasser", sagt Harald Müllner, Sprecher der Bürgerinitiative Rechenzentrum Kronstorf über das Bauprojekt. Die meiste Wertschöpfung, Gewinne und Steuern blieben im Ausland. Warum das so ist und was sie sich vom Protest erhoffen, liest du im Interview.
#2 Jährlich grüßt das Murmeltier
Vor 1,3 Millionen Jahren breitete sich Homo erectus erstmals nach Europa aus. Hätten unsere Vorfahren nur damals schon begonnen zu sparen! Dann könnten wir jetzt auch so viel Geld wie der reichste Österreicher haben. Wer das ist, steht in der aktuellen trend-Reichenliste. Was es gegen die enorme Ungleichheit braucht, liest du bei uns:
#3 So geht es doch nicht
Der deutsche Rechtsextremist Sven (Marla Svenja) Liebich wurde wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt. Kurz darauf ließ er seinen Geschlechtseintrag auf „weiblich“ ändern. Mutmaßlich, um in ein Frauengefängnis zu kommen. Er stellte danach noch einen Antrag auf Geschlechts- und Namensänderung: Liebich wollte Anne Frank heißen und als nichtbinär im System vermerkt werden. So “ernst” war es ihm. Aufgrund seiner Verurteilung konnte er jedoch nicht bei dem zuständigen Amt persönlich vorsprechen, weshalb dieser Antrag nie durchging.
Im November 2024 wurde in Deutschland das Selbstbestimmungsgesetz eingeführt, durch das die Änderung von Name und Geschlechtseintrag einfacher geworden ist. Kritiker:innen befürchteten, dass das dann doch alle jederzeit machen könnten.
Bisherige Studien aus Deutschland und anderen Ländern mit ähnlichen Auflagen zeigen aber, dass die Anzahl an Änderungen des Geschlechtseintrags konstant niedrig bleibt. Die einzigen, die das Gesetz missbrauchen? Rechtsextreme cis-hetero-Männer, die sich daraus einen “Spaß” machen wollen. Einen ähnlichen Fall gab es nämlich auch in Österreich: Walter P., Rechtsextremist und verurteilter Betrüger, wollte Vorteile bei Haft und Pension erschleichen. Deswegen ließ er seinen Geschlechtseintrag ändern. Das erzählte er genau so der “Kronen Zeitung”.
Die Behörde meldete Zweifel an. Mittlerweile wurde Walter P.s Geschlechtsänderung widerrufen. Dieses Beispiel zeigt: Missbrauch ist die Ausnahme. Wenn er auftritt, wird er korrigiert. So auch im Fall Liebich.
Liebich wird jetzt trotz weiblichen Geschlechtseintrags ins Männergefängnis verlegt. Prinzipiell sind Insass:innen in Sachsen-Anhalt geschlechtergetrennt unterzubringen. In Einzelfällen darf aber auch anders entschieden werden. Das Amtsgericht in Halle prüft derzeit, ob die Änderung des Geschlechtseintrags im Fall Liebich rückgängig gemacht werden kann.
Einen schönen Wochenstart
Sebastian
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