Guten Morgen!

Der ungetrübte Blick zu den Sternen könnte uns bald verwehrt bleiben. Warum das nichts mit Astrologie zu tun hat, liest du im heutigen Morgenmoment. Der kommt von Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Künstliche Intelligenz wie ChatGPT und Co. braucht immer größere Rechenzentren. Die wiederum brauchen Unmengen an Energie und Wasser, was der Bevölkerung dann fehlt. Das ruft Widerstand hervor - auch in Österreich. Wie du in dieser Ausgabe der Kolumne “KI - Kritisch informiert” von Claudia Zettel erfährst.

#2 So sicher nicht.

Datenzentren sind extrem unbeliebt. In den USA wollen laut einer Umfrage drei Viertel der Befragten keine in ihrer Umgebung haben. Tech-Bros haben aber schon die vermeintliche Lösung dafür!

“Wenn Datenzentren so unbeliebt sind, warum schießen wir sie dann nicht ins All”, dachten sie sich. Gedacht, getan: Pläne für Datenzentren in der Erdumlaufbahn sind in Arbeit, erste Anträge wurden gestellt. Ob sie tatsächlich in großem Stil umgesetzt werden können, ist noch unsicher. Doch Expert:innen schlagen Alarm, dass Datenzentren in der Umlaufbahn sogar noch mehr Schaden anrichten könnten als auf der Erde.

Die “Datenzentren” würden Millionen an Satelliten in der Umlaufbahn bedeuten. Aktuell befinden sich dort 15.000. Sowohl der Weg von Satelliten hinauf als auch der Weg hinunter verursacht viele Probleme: Raketenstarts verursachen Unmengen an Emissionen. Beim Verglühen geben sie Giftstoffe in die Atmosphäre ab. Wie diese Giftstoffe die Atmosphäre genau beeinflussen, ist noch nicht genau erforscht. Die Sorge ist, dass sie die Ozonschicht beschädigen könnten. Dazu kommt Lichtverschmutzung, die Insekten und Pflanzen beeinträchtigen würde.

Wie die Tech-Unternehmen diesen Umweltproblemen begegnen würden, schreiben sie in ihren Anträgen nicht. Egal ob Datenzentren auf der Erde oder im All: Sie verursachen aktuell mehr Schäden und Probleme als sie lösen. Deswegen gibt es auch gegen die neuen Pläne schon Proteste.

#3 Grafik des Tages

Das Wetterphänomen El Niño hat seit Jahrtausenden Auswirkungen, die auf der ganzen Welt zu spüren sind. Getrieben wird er von warmen Wassertemperaturen im Pazifik vor Südamerika. Aber dieses Jahr droht ein besonders starkes Ereignis. Die Auswirkungen dürften weitreichend sein.

Jede Linie steht in der Grafik für ein Jahr. Die rote Linie steht für 2026. So eine absurd hohe Abweichung der Temperaturen vom Durchschnitt gab es in der Pazifikregion noch nie. Diese Extremform ist ein “Super El Niño”. Davon spricht man ab einer Erwärmung von 2 Grad Celsius. Es sind aktuell 3,6 Grad. Dadurch drohen weitreichende Folgen - auch in Europa.

Hitzewellen können noch länger und stärker ausfallen. Dabei herrscht jetzt schon extreme Dürre ohne Aussicht auf Besserung und die nächste Hitzewelle wird bereits erwartet. Extremwetter werden generell intensiver und länger. In Europa gibt es schon massive Ernteausfälle. Durch El Niño wird das auch in anderen Weltregionen passieren. Dadurch steigen Lebensmittelpreise.

El Niño wird durch die Erderhitzung stärker und wahrscheinlicher, gleichzeitig verstärkt er die Erderhitzung. Es ist eine der vielen Spiralen, die die Menschheit angestoßen hat.

Einen schönen Start in die Woche mit abschließendem Ohrwurm

Sebastian

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