Guten Morgen!

Wer anderen die Freude vermiesen will, ist hier fehl am Platz. Warum lautes Freuen auch politisch ist, liest du im neuen Morgenmoment. Der kommt heute von Luca Niederdorfer und Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Jakob musste 1.600 Euro zahlen - weil er aus Angst vor der Polizei nicht gleich zum Amtsarzt mitkommen wollte. Über die Summe wurde er vorher nicht eindeutig aufgeklärt. Jakobs Fall ist kein Einzelfall, sondern kommt immer wieder vor, wie selbst die Polizei zugibt.

#2 Lesetipp

Die US-Sängerin Sabrina Carpenter unterbrach kürzlich einen Auftritt, weil ein begeisterter Fan seine Freude mit einem Trillerlaut zum Ausdruck brachte. Ihr gefalle das nicht, ließ der Superstar ihren Fan wissen. Der Freudenlaut erklingt in vielen Ländern etwa auf Hochzeiten. In mehrheitlich weißen Ländern stößt der Laut auf Ablehnung. "So viel von dem, was Menschen aus ihrer Heimat mitnehmen, passt in keinen Koffer. Aber Stimmen kommen mit. Melodien, Antworten, Rufe. Sie machen Gemeinschaft hörbar." Unsere Autorin fragt sich: Warum ist euch unsere Freude zu laut?

#3 Spin des Tages

Die OMV dreht an der Spritpreisbremse – und zwar nach unten. Die Gewinnspanne der Konzerne sollte dabei um 5 Cent reduziert werden. Nur die OMV macht nicht mit – sie will die Bremse nicht mehr vollständig an Kund:innen weitergeben, da es sich wirtschaftlich angeblich nicht mehr ausgehe. Denn trotz Spritpreisbremse müssen Öl-Multis ihren Treibstoff nicht ohne “angemessenen Gewinn” verkaufen.

Der beschlossene Margendeckel wird von der OMV auf 2,8 Cent halbiert. Begründung: Die Gewinne würden sich sonst nicht mehr lohnen, im schlimmsten Fall drohe ein Versorgungsengpass. Ein Blick auf die Zahlen zeigt allerdings ein anderes Bild.

Aktuell stecken im Dieselpreis rund 64 Cent Aufschlag von Raffinerien und Tankstellen. Das sind 27 Cent mehr als direkt vor Beginn des Iran-Kriegs – und 41 Cent mehr als im Schnitt der fünf Jahre vor dem Ukraine-Krieg. Die Margen sind also nicht unter Druck, sondern auf einem Niveau, das man so lange nicht gesehen hat – trotz bestehendem Deckel.

Schon im Jahr 2022 ließ der russische Angriff auf die Ukraine die Preise stark ansteigen. Das freute die OMV, die auch in diesem Zeitraum deutlich höhere Zuschläge draufgeschlagen hat. Das Ergebnis: ein Gewinn in Milliardenhöhe. Nun nützen Mineralölriesen die angespannte Situation am Energiemarkt erneut aus und reizen ihre Gewinnspanne immer weiter aus.

#4 MOMENT Live

Die erste Freude ist vorbei, jetzt geht’s ans Analysieren. In unserer wöchentlichen Live-Show (Mittwoch um 18 Uhr) geht es heute um die Wahl in Ungarn und die Frage, welche Auswirkungen das Ergebnis auch auf Österreich hat.

Du kannst die Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen.

Einen schönen Mittwoch

Luca und Sebastian

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