
Guten Morgen
Was bedeutet es, wenn Gletscher schmelzen, Flüsse zurückgehen und der Grundwasserspiegel sinkt? Das kannst du in deinem heutigen Morgenmoment lesen. Dieser kommt von Nasim Neghabat.
#1 Möchtest du das teilen?
Die Gießkanne hat in der neoliberalen Politik eine schlechte Nachred - aber manchmal vergessen einschlägige Expert:innen ihre Kritik einfach. Momentum-Chefökonom Oliver Picek geht auf Aufklärungsmission im wirtschaftspolitischen Garten.
#2 Der Reihe nach
Umweltbelastungen betreffen nicht alle Menschen gleich. Die Statistik Austria hat sich angesehen, wie stark verschiedene Personengruppen von Lärm, Geruch, Staub, Hitze und Klimakrisenauswirkungen betroffen sind.
Das Ergebnis: Je niedriger das Einkommen, desto stärker sind Menschen von Umweltbelastungen betroffen. Ein Fünftel aller Menschen mit niedrigem Einkommen sind stark von Lärm, Staub und Hitze betroffen. Am aller stärksten betroffen sind mit 39 Prozent arbeitslose Personen mit niedrigem Haushaltseinkommen. Bei Angestellten mit hohem Einkommen sind nur 16 Prozent betroffen.
Frauen sind stärker betroffen als Männer. Im Bezug auf Hitze sagt jede zweite Frau mit niedrigem Einkommen, dass sie sich stark belastet fühlt.
Die Statistik Austria hat auch analysiert, welche Personengruppen sich eher umweltbelastend verhalten und dabei zeigt sich: Je höher das Einkommen, desto umweltbelastender das Verhalten. Das zeigt sich etwa beim Einkaufsverhalten, bei der Anzahl an Flugreisen oder bei der Verkehrsmittelwahl im Alltag.
„Die Belastung der Umwelt durch Männer liegt für alle Einkommensgruppen etwas über jener von Frauen, das Einkommen wirkt sich dabei jedoch stärker als das Geschlecht aus“, so die Statistik Austria
#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Die weltweiten Wasserreserven werden immer weniger. Das kann vor allem während Dürreperioden zum Problem werden. So steht es im jährlichen Wasserbericht der Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen (WMO).
Die Gletscher verschwinden, Seen und Flüsse trocknen aus und die Grundwasserspiegel sinken. Besonders in Zentral- und Osteuropa sank der Grundwasserspiegel in den letzten zehn Jahren deutlich. Die intensive Dürre von 2026 ist bei diesen Berechnungen noch gar nicht dabei. Als wichtigste Gründe nennt die WMO die vom Menschen verursachte Klimakrise aber auch die wachsende Weltbevölkerung, denn mehr Menschen brauchen auch mehr Wasser.
Auch El Niño, das Wetterphänomen das die Meeresoberfläche im zentralen und östlichen Pazifik besonders stark erwärmt, dürfte heuer besonders stark auftreten. Das kann in Folge je nach Region sowohl Dürren, oder aber auch Überschwemmungen verursachen. Dieses Wetterphänomen betrifft die ganze Welt - am direktesten sind Südost-Asien und Südamerika betroffen.
Einen guten Start ins Wochenende wünscht
Nasim Neghabat
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