
Guten Morgen!
Unintelligente Verkäufer und ihre falschen Geschichten. Kostbare Güter in schlechten Verhältnissen. Dein Morgenmoment hält dagegen und kommt heute von Tom Schaffer.
#1 Möchtest du das teilen?
KI-Hype und technologische Entwicklungen bringen Gefahren mit sich. Doch diese liegen woanders begründet, als uns Tech-Konzerne glauben machen wollen. Menschliche Dummheit ist gefährlicher als Künstliche Intelligenz, sagt unsere KI-Kolumnistin Claudia Zettel.
#2 Ignoriert
1,2 Millionen Tonnen an Lebensmitteln werden in Österreich jedes Jahr verschwendet - das entspricht etwa 137 LKW-Ladungen am Tag. Etwa 1, 5 Tonnen konsumiert ein Mensch in Österreich im Jahr. Rein rechnerisch könnten diese "Abfälle" also 800.000 Menschen versorgen.
8 Prozent der Weltbevölkerung (645 Millionen Menschen) sind zum selben Zeitpunkt von Hunger betroffen. 150 Millionen Kinder sind chronisch unterernährt. 1,1 Millionen Menschen leiden auch in Österreich unter moderater bis schwerer "Ernährungsunsicherheit". Anlässlich des Internationalen Tages gegen Lebensmittelverschwendung (29. September) fordern Umweltschutzorganisationen und Expert:innen, etwas gegen dieses Versagen zu tun.
Essen landet in Österreich meist im Müll privater Haushalte, obwohl die steigenden Preise gleichzeitig viele Menschen stark belasten. Das Problem dahinter ist eben nur zum Teil ein zu nachlässiger Umgang mit wertvollen Lebensmitteln - es entsteht als politisches und wirtschaftliches Versagen oft woanders. Der Handel verleitet etwa mit Mengenrabatten und Großpackungen dazu, zu viel zu kaufen. Oft ist es billiger, mehr zu kaufen, oder es gibt kleinere Mengen gar nicht.
Auch Zeitmangel ist laut Boku-Erhebungen eine wichtige Ursache, dass vieles weggeworfen werden muss. Mehr als die Hälfte der Menschen nennen das als Grund. Das ist eine Folge alltäglicher Belastungen - Lebensmittel werden also verschwendet, weil Menschen zu viel mit Dingen wie Betreuungspflichten um die Ohren haben oder lange Arbeiten müssen.
Im Handel und der Produktion werden auch Lebensmittelspenden an soziale Einrichtungen zu wenig genutzt. Dabei wäre die Nachfrage auch wegen der Teuerung groß. Expert:innen kritisieren immer wieder auch rechtliche Hürden bei der Weitergabe. 127.000 Menschen haben in Österreich 2024 per Volksbegehren bessere Regeln gegen die Verschwendung gefordert. Auch die EU verlangt von den Staaten Verbesserungen.
Konsequenzen daraus gibt es aus dem zuständigen Landwirtschaftsministerium von Norbert Totschnig (ÖVP) bis heute nicht. MOMENT.at hat dazu bereits vor kurzem recherchiert.
#3 Hast du das schon gesehen?
Noch einmal der Hinweis, falls du ihn gestern verpasst hast. Unsere Momentum-Chefin und MOMENT.at-Herausgeberin Barbara Blaha hat einen neuen Newsletter. Die “Abendseiten” kommen ab sofort alle zwei Wochen am Sonntag mit reflektierten Gedanken zu politischen Themen abseits des täglichen Hickhacks. Hol sie dir!
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#4 Letzte Tickets
Am Freitag ist es endlich so weit. Nach vielen Monaten der Vorbereitung bringen wir die re:publica nach Wien. Europas wichtigstes Veranstaltung rund um digitale Politik und Entwicklungen wird für zwei Tage viele tolle Vortragende ins Kulturhaus Brotfabrik bringen. Wir freuen uns schon sehr darauf. Falls du noch dabei sein möchtest: Die letzten Tickets gibt es hier.
Bis morgen
Tom
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