
Guten Morgen!
Wir regen uns zu viel über Windräder und zu wenig über pietätlose Berichterstattung und sexualisierte Gewalt auf, sagt Lisa Wohlgenannt im heutigen Morgenmoment.
#1 Möchtest du das teilen?
Windräder sorgen sie immer wieder für hitzige Diskussionen. Gegner:innen „warnen“ vor Lärm, gesundheitsschädlichem Infraschall oder negativen Auswirkungen auf Tiere. Was steckt dahinter?
#2 Altpapier
Wieder wurde eine Frau getötet. Ihr wurden schwere Verletzungen im Bauch- und Unterleibsbereich zugefügt. Laut Obduktion durch starke Gewalteinwirkung. Sie starb daran. Wir müssen also von sexualisierter, tödlicher Gewalt sprechen. Und die Problemmedien sprechen von einem “Unfall” beim “Sex-Spiel”. Lisa Wohlgenannt kommentiert.
#3 Besser geht doch
Die Stadt Paris und mehrere NGOs haben den Energiekonzern TotalEnergies verklagt und nun einen Teilerfolg erzielt. Ein Pariser Gericht hat entschieden: Der Konzern ist auch für die Emissionen verantwortlich, die beim Verbrauch seiner Produkte anfallen.
Der Prozess sollte klären, ob Umweltrisiken unter das französische Sorgfaltspflichtgesetz fallen. Unternehmen brauchen einen Plan, um durch ihre Geschäftstätigkeit Menschenrechts- und Umweltschäden zu verhindern und zu vermeiden. Die Verteidigung des Konzerns: Er produziert ja nur. Gas und Co verbrauchen und Emissionen verursachen? Das tun die Kund:innen.
Das Gericht hat entschieden, dass klimabezogene Risiken und Auswirkungen sehr wohl unter das Sorgfaltspflichtgesetz fallen. Und zwar auch die indirekten Emissionen, die eben durch den Verbrauch entstehen. Der Konzern muss nun die Klimarisiken durch seine Öl- und Gasprodukte offenlegen und Pläne zu deren Bewältigung vorlegen - einschließlich der indirekten Emissionen durch Endverbraucher:innen.
Die NGOs forderten, dass das Gericht auch konkrete Maßnahmen anordnet, etwa den Stopp neuer fossiler Projekte und verbindliche Ziele. Das lehnte das Gericht jedoch ab. Es ist dennoch ein Erfolg für die Kläger:innen und das Klima. "Erstmals erkennt ein Richter an, dass Klimarisiken tatsächlich in die Sorgfaltspflicht großer Konzerne fallen und kein multinationaler Ölkonzern sich dieser Verantwortung entziehen kann", sagt Paris' stellvertretende Bürgermeisterin Alice Timsit.
Einen schönen Mittwoch wünscht dir
Lisa
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