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Hohe Steuern auf Omas Häuschen? Wieviel Erbschaftssteuer du tatsächlich zahlen würdest, wieso du in Wien nicht grillen darfst und mehr in diesem Morgenmoment - heute von Lisa Duschek.
#1 Möchtest du das teilen?
Fakten und Zahlen statt Emotionen und Kampfbegriffe: Mit unserem neuen Erbschaftssteuer-Rechner kannst du jetzt selbst nachrechnen, ob und wie viel Erbschaftssteuer du bezahlen müsstest.
#2 Grafik des Tages
Grillverbot in Wien: Die Donauinsel steht für Sommer, Freizeit und Grillabende mit Familien und Freund:innen. Doch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden machen offenes Feuer dort zunehmend riskant. Deshalb werden Grillverbote in Wien nicht nur häufiger verhängt, sondern sie beginnen auch früher im Jahr.
Während das Verbot 2003 erst ab August galt, startete es 2022 bereits Mitte März und 2026 Anfang Mai. Trockenphasen setzen in Wien heute also deutlich früher ein als noch vor zwei Jahrzehnten.
Die Entwicklung ist Teil eines größeren Problems: Die Klimakrise sorgt für mehr Hitze, längere Dürreperioden und eine steigende Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Auch städtische Erholungsräume wie die Donauinsel bleiben davon nicht verschont.
Die Grafik zeigt die Grillverbote der vergangenen Jahre in Wien

#3 Der Reihe nach
Die Lage vieler arbeitsloser Menschen in Österreich hat sich laut dem neuen Schuldenreport 2026 weiter verschärft. Hauptgrund dafür ist neben der anhaltenden Teuerung vor allem der Verlust des Arbeitsplatzes, der mittlerweile die häufigste Ursache für Überschuldung ist.
Seit Anfang 2026 dürfen Arbeitslose außerdem kaum noch geringfügig zum Arbeitslosengeld oder zur Notstandshilfe dazuverdienen, was das Armuts- und Schuldenrisiko zusätzlich erhöht. Gleichzeitig wurden mehrere Sozial- und Familienleistungen nicht an die Inflation angepasst, wodurch Betroffenen noch weniger Geld bleibt.
Das durchschnittliche Arbeitslosengeld lag 2025 mit 1.351 Euro deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1.806 Euro. Insgesamt suchten im Vorjahr mehr als 21.500 Menschen erstmals eine Schuldenberatung auf. Über 61.000 Fälle wurden betreut - so viele wie seit Jahren nicht mehr.
Die Schuldenberatung warnt außerdem vor einer Verschärfung bei Privatinsolvenzen, weil ab Juli die verkürzte Entschuldungsdauer ausläuft. Die soll ab Juli außer bei Unternehmer:innen von 3 auf 5 Jahre angehoben werden. Die Entschuldungsdauer ist die Zeit, in der das pfändbare Einkommen abgeschöpft und an Treuhänder übergeben wird. Danach wird man von den Restschulden befreit. Besonders betroffen seien laut Expert:innen Frauen, sie bürgen häufiger für andere und müssen dann für deren Schulden aufkommen.
Die momentane extreme Sparpolitik der Regierung macht das Leben für Betroffene noch härter. Die Einsparungen treffen all jene besonders stark, die ohnehin bereits zu kämpfen haben. Gleichzeitig werden Reiche, Erb:innen und große Vermögen weiter geschont.
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