Guten Morgen!

Viola möchte Hilfe und eine Untersuchung nach einer sexueller Gewalterfahrung. Sie wird von zwei Krankenhäusern weggeschickt, bis sie (zu spät) endlich Hilfe bekommt. Wie es soweit kommen kann und mehr in diesem Morgenmoment - heute von Lisa Duschek

#1 Möchtest du das teilen?

Zwei Linzer Krankenhäuser schicken Viola nach einer Vergewaltigung ohne Behandlung wieder weg. Erst im Dritten wird sie nach Druck der Polizei untersucht. Wie kann so etwas passieren?

#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Der Presserat kritisiert die „Heute“ wegen einseitiger und diskriminierender Berichterstattung über Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger:innen und Migrant:innen (wir haben über solche Kampagnen schon öfter berichtet - auch in anderen Problemmedien. Und nicht nur wir). Schlagzeilen wie „AMS-Bezieher fahren in SUV und BMW vor“ erzeugten laut Presserat den Eindruck einer regelrechten Kampagne gegen Arbeitslose.

Dass die „Heute“ gerne ordentlich auteilt, zeigt sich auch an anderer Stelle. Nämlich dort, wo es ums eigene Geld geht. Medienminister Andreas Babler will zum Beispiel die dringend reformbedürftige Medienförderung umbauen, weniger Regierungsinserate vergeben und Gratiszeitungen bei der neuen Zustellförderung nicht berücksichtigen. Seither ist Babler bei „Heute“ unter anderem „heillos überfordert“, seine Politik „Murks“ und sein Gesetz eine „Groteske“, sogar von einer Medienlandschaft „in DDR-Manier“ war die Rede.

Kritik an Medienpolitik ist natürlich auch in eigener Sache legitim. Auffällig wird es aber, wenn die Berichterstattung besonders persönlich und aggressiv wird, sobald politische Entscheidungen das eigene Geschäftsmodell betreffen.

#3 Besser geht doch

Seit 2022 hilft der „Wohnschirm“ Menschen, die ihre Miete oder Energierechnungen nicht mehr bezahlen können. Fast 19.000 armutsgefährdete Haushalte wurden bereits unterstützt und damit mehr als 42.000 Menschen vor einem möglichen Wohnungsverlust bewahrt. Besonders häufig brauchen Familien Hilfe: In 44 Prozent der unterstützten Haushalte leben minderjährige Kinder.

Seit 2023 verhindert der „Wohnschirm Energie“ außerdem, dass Menschen wegen unbezahlter Rechnungen Strom oder Heizung abgedreht werden. Über „Housing First“ wurden zudem bereits mehr als 1.800 wohnungslose Menschen unterstützt und 737 Wohnungen vermittelt. Der Bund gibt für den Wohnschirm derzeit 28 Millionen Euro im Jahr aus. Gerade bei „Housing First“ zeigen Untersuchungen, dass solche Ausgaben langfristig sogar Geld sparen können, weil hohe Folgekosten von Wohnungslosigkeit vermieden werden.

Einen entspannten Start in den Tag wünscht dir

Lisa

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