Guten Morgen!

Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man sich nicht schämen. Für das KI-Werbevideo der ÖVP Oberösterreich schon. Deinen Morgenmoment schickt dir heute Lisa Wohlgenannt.

#1 Möchtest du das teilen?

Lea B. wusste sofort, dass sie kein Kind will, als sie schwanger war. Sie entschied sich für eine Abtreibung und erwartete intensive, negative Gefühle. Doch die kamen nie, sagt sie. Ein Erfahrungsbericht aus unserem Archiv.

Über den Sommer packen wir ein paar der besten, zeitlosen Beiträge aus unserem Archiv aus - falls du sie verpasst hast. Das hier ist einer davon.

#2 Hast du das gesehen?

Der Widerstand gegen das Google-Rechenzentrum in Kronstorf wird immer lauter. Die ÖVP Oberösterreich reagiert mit einem - gelinde gesagt - fragwürdigem, von KI erstellten PR-Video.

Wir haben uns gefragt, wie die Idee für dieses Video wohl entstanden ist. Hier gibt es einen Blick in die (fiktive) Agentur “Ödögidöki”.

#3 Grafik des Tages

100 km/h statt 130 km/h auf der Autobahn, 80 km/h statt 100 km/h auf Schnell- und Landstraßen und 40 km/h statt 50 km/h im Ortsgebiet. Moderne Tempolimits bedeuten deutlich weniger Verkehrstote und Schwerverletzte, zeigt eine Berechnung des Momentum Institut.

Auf Autobahnen könnten demzufolge 68 % weniger Menschen pro Jahr sterben. Außerdem könnte die Zahl der Schwerverletzten um bis zu 60 % verringert werden. “Moderne Tempolimits sind eine der einfachsten Maßnahmen, um Menschenleben zu retten”, sagt Nicolas Prinz, Ökonom am Momentum Institut.

Noch dazu senken Tempolimits den Spritverbrauch und die Emissionen. Sie helfen also, Geld zu sparen und das Klima zu schützen. Der Verkehr ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen hierzulande. Rund 29 Prozent der Gesamtemissionen gingen 2024 auf den Verkehr zurück.

Das Momentum Institut hat auf Basis des sogenannten "Power Models" berechnet, wie stark sich geringere Geschwindigkeiten auf die Verkehrssicherheit auswirken.

Ein möglichst nicht zu heißes Wochenende wünscht dir

Lisa

PS: Solltest du - wie ich bis heute - nicht wissen, was ein “Ödögidöki” ist: Es ist oberösterreichisch für “Öl-Tiegel-Deckel”. Also der Deckel zu diesem kleinen, meist orangefarbenen Kübel, in dem man altes Speiseöl sammelt. Die kann man übrigens beim Mistplatz gratis abholen und gefüllt zum Entsorgen wieder hinbringen.

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