Guten Morgen!

Hat dich WhatsApp auch darum gebeten, einen Nutzernamen anzulegen? Warum du das eher lassen solltest, liest du im neuen Morgenmoment. Der kommt heute von Nasim Neghabat und Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Über Mieter:innen schwebt das Damoklesschwert der Befristung. Von Vermieter:innen müssen sie sich deswegen viel gefallen lassen - auch zu hohe Mieten:

#2 Lesetipp

Neun Länder gehen gemeinsam gegen Netzwerke von Männern vor, die ihre Partnerinnen betäuben und vergewaltigen und Aufnahmen davon mit anderen teilen. Auch in Österreich gab es mindestens einen Fall. Warum machen die Behörden trotzdem nicht beim “Projekt Medusa” mit?

#3 Durchgerechnet

Knapp 620.000 Haushalte sind in Österreich von Armut gefährdet. Ihr Haushaltseinkommen liegt unter 1.872 Euro netto. Fast die Hälfte von ihnen wird durch das neue Budget der Regierung ab nächstem Jahr noch stärker belastet, wie das Momentum Institut berechnet hat.

Am stärksten trifft sie die fehlende Anpassung der Familienleistungen an die Teuerung. Bis 2028 werden Leistungen wie die Familienbeihilfe nicht einmal an die Inflation angepasst. Alleinerziehende als besonders armutsbetroffene Gruppe bekommen das umso mehr zu spüren. Wer Armut verhindern will, sollte nicht bei Familienleistungen sparen.

Auch die höheren Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und die niedrigen Pensionsanpassungen haben starke Auswirkungen. Sie treffen jeweils fast 100.000 armutsbetroffene Haushalte. Armutsbetroffene Pensionist:innen sind jetzt auch noch von niedrigeren Pensionserhöhungen betroffen. Das hätte die Regierung vermeiden können - etwa, indem sie die Erhöhung stärker sozial staffelt.

Das neue Budget der Regierung sorgt dafür, dass die Armutsgefährdung in Österreich ansteigen wird. Vermögensbezogene Steuern würden das Budget sanieren, ohne Menschen am Existenzminimum noch mehr zu nehmen. Eine Vermögenssteuer nach norwegischem Vorbild könnte 3,2 Milliarden Euro bringen. Eine Erbschaftssteuer 1,4 Milliarden Euro. Aber großes Vermögen wird in Österreich weiter nicht angegriffen.

#4 Frechheit des Tages

Du willst auf WhatsApp schreiben, ohne deine Telefonnummer weiterzugeben? Dann kannst du dafür künftig einen Nutzernamen verwenden. Aber Vorsicht: Um deinen Instagram-Namen auch für WhatsApp zu verwenden, musst du deine Meta-Konten synchronisieren und mehr personalisierter Werbung zustimmen.

Mit dieser Zustimmung kann dein Nutzungsverhalten noch besser im Internet verfolgt und aufgezeichnet werden. Dieser neue Service von WhatsApp ist also eine Falle, um deine persönlichen Daten für Werbezwecke zu nutzen. Das US-Unternehmen Meta gehört dem Tech-Milliardär Mark Zuckerberg, der viel für ein gutes Verhältnis zur Trump-Regierung tut.

Möchtest du so eine Funktion trotzdem nutzen, solltest du alternativ die Messenger-App Signal verwenden. Dort kann man auch mit einem Benutzernamen kommunizieren. Signal ist aber als gemeinnützige Stiftung organisiert, durch Spenden finanziert und arbeitet datenschutzkonform.

Einen frechen Freitag

Nasim und Sebastian

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