Guten Morgen!

Ein drastischer Titel für eine drastische Situation: Pass gut auf dich auf dieses Wochenende. Warum die Vorsicht wichtig ist, liest du im neuen Morgenmoment von Sebastian Panny.

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Wachstum pfui, Ausgaben wäh: Für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sind die Sparpläne der Regierung Gift. Sie redet sich auch auf Vorgaben von der EU aus - dabei gibt es jetzt plötzlich mehr Spielraum aus Brüssel:

#2 Frechheit des Tages

Seit März laufen Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag im Tourismus. Jetzt wurde die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis beendet. Die Arbeitgeberseite will die Inflation nicht ausgleichen.

Abschlüsse unter der Inflation bedeuten für Angestellte effektiv eine Gehaltskürzung, auch wenn sie jeden Monat mehr Geld bekommen, können sie sich weniger darum kaufen. Das trifft Menschen mit niedrigem Einkommen ganz besonders.

Tourismus ist eine wichtige Branche für Österreich. Sie macht 14 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse aus. Die bis zu 240.000 Beschäftigten verrichten ihren Dienst unter oft schwierigen Arbeitsbedingungen und teils schlechter Bezahlung. Und die Branche boomt. 2025 gab es einen neuen Nächtigungsrekord in Österreich. Der Corona-Einbruch wurde längst aufgeholt. Deshalb sollten auch die Beschäftigten an diesem Erfolg teilhaben.

Die Arbeitgeberseite wollte in den Verhandlungen die Inflation aber nicht ausgleichen. Sie wollte die Mindestlöhne um 3,4 Prozent und die Durchschnittslöhne um 3 Prozent anheben. Die Gewerkschaft forderte mindestens 3,6 Prozent - so hoch war die Jahresinflation zu Beginn der Verhandlungen. Einen neuen Gesprächstermin für Verhandlungen haben Arbeitgeber abgelehnt. Die Gewerkschaft plant Kampfmaßnahmen und will Beschäftigte mobilisieren.

In Griechenland gibt es diese Arbeitskämpfe bereits: Am 24. Juni streikten dort Beschäftigte im Tourismus 24 Stunden lang für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung.

#3 Grafik des Tages

Europa macht gerade eine beispiellose Hitzewelle durch. Frankreich erlebte am 24. Juni den heißesten Tag der Messgeschichte mit einem Tag-Nacht-Durchschnitt von 30°C und Tageshöchstwerten von bis zu 42°C. In England wurde am selben Tag mit 36°C der heißeste Junitag aller Zeiten verzeichnet. In Österreich könnten wir am Sonntag den bisherigen Hitze-Extremwert von 40,5 Grad erreichen. Der wurde 2013 in Bad Deutsch-Altenburg aufgestellt.

Das Wetter am Wochenende wird aber nicht nur heiß, sondern gefährlich. Ab der sogenannten Kühlgrenztemperatur (sie ergibt sich aus Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit) kann sich der menschliche Körper durch Schwitzen nicht mehr ausreichend selbst kühlen. Der Körper überhitzt, was zu schweren gesundheitlichen Beschwerden und im Extremfall zum Tod führt.

Lange Zeit wurde der Grenzwert bei 38 Grad Lufttemperatur und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit angesetzt. Doch diese Werte sind stark verallgemeinert, der tatsächliche Wert liegt je nach körperlicher Fitness viel niedriger. Der Sonntag wird für alle Menschen in Wien belastend - für Menschen über 65 Jahren gilt sogar: Wenn möglich, nicht rausgehen - und wenn, dann keine körperlichen Aktivitäten verrichten.

Einen schattigen Freitag

Sebastian

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