Guten Morgen!

Der Preis ist einfach zu hoch: Das sagen Karen und Mary über romantische Beziehungen mit Männern und die Regierung über die Spritpreise. Das und mehr liest du in diesem Morgenmoment. Lisa Wohlgenannt schickt ihn dir heute.

#1 Möchtest du das teilen?

Die unsichtbare Arbeit, das fehlende Vertrauen in den Kindsvater, der sich aus der Verantwortung stahl, die ständige mentale Last, alles für zwei Erwachsene zu planen: für Karen ist der Preis einer klassischen Beziehung mit einem Mann zu hoch. Seit sechs Jahren verzichtet sie auf romantische Beziehungen mit Männern. Mary geht es ähnlich. Die beiden erzählen, wieso sie diese Entscheidung getroffen haben und wie es ihnen damit geht.

Wie dir vielleicht aufgefallen ist, wurde dieser Text irrtümlicherweise gestern schon angekündigt. Entschuldigung dafür. Heute kannst du ihn tatsächlich lesen:

#2 Der Reihe nach

Reiche Länder geben zu viele und nicht die richtigen Antibiotika. Armere Länder hingegen haben oft nicht genug davon. Das zeigt eine neue Studie, in der ein Forschungsteam für 186 Länder berechnet hat, wie viele Antibiotika jedes Land bräuchte. Dabei berücksichtigten sie die vor Ort vorherrschenden Krankheiten, die Lebensbedingungen und Antibiotikaresistenzen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Antibiotika in drei Kategorien ein: 1. einfache Mittel für häufige Infektionen (“Access”), 2. speziellere mit höherem Resistenzrisiko (“Watch”) und 3. letzte Mittel bei schweren Infektionen durch multiresistente Erreger (“Reserve”).

Von 67 untersuchten Ländern verbrauchten 66 zu viele Antibiotika der 2. Kategorie, obwohl Antibiotika der Kategorie 1 gereicht hätten - darunter auch Österreich. Das ist gefährlich, weil durch zu häufige Einnahme und zu hohe Antibiotika unnötig Resistenzen gefördert werden können. 28 Länder verbrauchten zu wenig Kategorie-1-Antibiotika und 36 Länder vergaben laut Studienautor:innen zu wenig Reserve-Antibiotika, also Kategorie 3. Die lebenswichtige Medikation ist demnach nicht gewährleistet. Vor allem in ärmeren Ländern, die mit vielen Infektionen und Resistenzen kämpfen, fehlen diese Antibiotika. Allerdings ist in vielen dieser Länder auch die Datenlage schwach.

Die Studie soll helfen, die tatsächliche Behandlung mit Antibiotika an den wissenschaftlich berechneten Optimalwert anzugleichen.

#3 Lesetipp

Wegen der erneuten Eskalation im Iran-Krieg sind die Spritpreise zuletzt wieder gestiegen. Die Regierung diskutiert daher jetzt offenbar, die Spritpreisbremse wieder stärker anzuziehen. Warum vor allem die Senkung der Mineralölsteuer sowohl klima- als auch sozialpolitisch dumm ist und das Grundproblem ganz woanders liegt, hat Ruth Eisenreich bereits im März kommentiert.

#4 In eigener Sache

Wir suchen freiwillige Helfer:innen für die re:publica Vienna 26 am 2. und 3. Oktober in Wien. Ob Bühnenhelfer:innen, Support bei Check-in und Garderobe oder Info-Point-Betreuung: Wir brauchen dich!

Du erhältst dafür einen Blick hinter die Kulissen des Festivals und hast freien Zugang zur re:publica Vienna 26. Mach mit und werde Teil der Crew.

Einen schönen Donnerstag wünscht dir

Lisa

Unterstütze MOMENT.at

MOMENT.at arbeitet unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Danke!

Reply

Avatar

or to participate

Weiterlesen