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Alle machen mit

Guten Morgen!
Brutal, empörend und auch ein bisserl lustig und positiv. Heute gibts eine bunte Mischung im gemeinschaftlich geschriebenen Morgenmoment von Lisa Wohlgenannt, Sebastian Panny, Simon Altorff und Tom Schaffer.
#1 Möchtest du das teilen?
Die Massenproteste aus der breiten Bevölkerung gegen das islamistische Regime im Iran werden brutal niedergeschlagen. Der Fluss von Informationen im Land aber auch nach außen wird stark unterbunden. Eine Person, die in den vergangenen Wochen in der Hauptstadt Teheran ihre Familie besucht hat, spricht mit uns über die Proteste und was sie im Land beobachten musste.
#2 Meme des Tages

Nicht nur Elon Musk, sondern Überreiche im Allgemeinen haben unvorstellbar viel Geld. Es ist gut, dass über diese obszöne Schieflage berichtet wird. Dass das in Medien aber gerade als neue Entwicklung verkauft wird, hinterlässt einen sehr lustigen Eindruck. Für die APA (Austria Presse Agentur) und Medien wie die “Presse” scheint es durch die Formulierung nämlich eine neue Erkenntnis zu sein. Überreiche haben den Bezug zur Lebensrealität der Menschen aber schon lange verloren. (Darüber haben wir vergangenes Jahr mit Stephan Pühringer gesprochen. Er erforschte mit Kolleg:innen das “Netzwerk der Superreichen”. Du findest das Interview hier.).
Sie fragen sich außerdem: Ist es möglich, durch Lohnarbeit so reich zu werden? Dabei kennen wir die Antwort längst: Nein. Das ist nicht möglich. Es ist rechnerischer
Österreicher:innen haben laut dem Artikel ein Durchschnittseinkommen von 30.737 Euro netto pro Jahr. Für 1 Million Euro müsste man das gesamte Einkommen 32,5 Jahre lang sparen. Problem nur: Die Menschen müssen davon leben - Miete, Lebensmittel, Kleidung und Co bezahlen. Will man so reich sein wie Elon Musk, müssten Normalverdiener:innen 20,2 Millionen Jahre lang ihr gesamtes Einkommen sparen.
Mit so großen Vermögen geht auch Macht einher. Überreiche gefährden unsere Demokratie, wenn sie Einfluss auf Politik nehmen - zu ihren Gunsten. Und genau das machen sie aktuell.
#3 Lesetipp
Die Epstein-Files rund um die Verbrechen und das persönliche Netzwerk des 2019 verstorbenen Investors Jeffrey Epstein beschäftigen die Welt seit Jahren. In den vergangenen Wochen sind wieder viele neue Enthüllungen dazu gekommen - auch mit Österreich-Bezug. Damit du den Überblick wahrst, was so alle über diese Files zu wissen ist, haben wir unseren großen Sammelartikel aktualisiert.
#4 Besser geht doch, aber noch nicht in Österreich
Seit den 1950er-Jahren werden spezielle Hühnerrassen zur Fleischgewinnung gezüchtet. Das Ziel: möglichst viel Fleisch in möglichst kurzer Zeit. “Turbohühner” legen so schnell zu, dass sie schon nach einem Monat geschlachtet werden können. Der Körper der Hühner kann bei der schnellen Gewichtszunahme jedoch nicht mithalten. Sie können sich vor allem am Ende ihres Lebens nur unter Schmerzen bewegen und leiden oft unter Krankheiten.
In Norwegen werden solche Rassen in Zukunft nicht mehr eingesetzt. Dafür haben Tierschützer:innen seit Jahren gekämpft. Die Fleischindustrie hat sich bereiterklärt, diese Rassen nicht mehr zu halten. Bis Ende 2027 läuft die Umstellungsfrist.
Auch in Österreich fordern Tierschutzorganisationen den Einsatz langsam wachsender Rassen. In Österreich werden jährlich über 100 Millionen Hühner geschlachtet, es gibt 14 Millionen Mastplätze. Laut Geflügelwirtschaft Österreich sind 13 Prozent aller Hühner langsam wachsende Rassen.
Zwei von fünf Betrieben sind Bio-Betriebe. Das klingt viel. Allerdings sind nur 5 Prozent des verkauften Hühnerfleischs in Österreich bio. Konventionelle Betriebe können durch die Aufzucht von “Turbohühnern” sehr schnell sehr viel mehr Fleisch produzieren. Und das wird noch dazu billiger verkauft.
In Österreich sind die Regelungen für Hühnermastbetriebe zwar etwas strenger als von der EU vorgegeben. Von einem schönen Leben sind die meisten Hühner dennoch weit entfernt.
#5 Gewinnspiel
Endlich ist es so weit: Ab heute kannst du Barbara Blahas Buch "Funkenschwestern" im Handel kaufen. Und bei uns kannst du es gewinnen!
Dafür musst du nur eine Frage beantworten: Wer ist dein weibliches Vorbild (abgesehen von Mama und Oma)? Schreibe uns deine Antwort per Mail an [email protected] und schon bist du dabei. Das Gewinnspiel endet am Freitag, 13.02.2026 um 17:00 Uhr. Die Gewinner:innen werden per Mail kontaktiert.
Viel Glück und ein schönes Wochenende wünschen dir
Lisa und Sebastian und Simon und Tom
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