Was früher wirklich normal war

Jedes Jahr eine neue Jahrhunderflut? Das war früher nicht normal. Was wirklich normal war, erzählen dir die Omas gegen Rechts in unserem neuen Podcast

Guten Morgen!

Jedes Jahr eine neue Jahrhundertflut? Das war früher nicht normal. Was normal war, erzählen dir die Omas gegen Rechts in unserem neuen Podcast. Was nicht normal ist, liest du im neuen Morgenmoment. Der kommt heute von Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Unsere nächste Premiere ist da: Gemeinsam mit den Omas gegen Rechts starten wir einen Video-Podcast. Wir blicken zusammen in Vergangenheit und Zukunft, reden über den Schutz der Demokratie und ihr Engagement auf der Straße.

Den Podcast findest du bei allen gängigen Podcastanbietern und auf unserer Homepage.

#2 In was für einem Land leben wir eigentlich

Vermögens- und Erbschaftssteuern sorgen für mehr Gerechtigkeit: Die wenigsten von uns wären davon betroffen - dafür sind die Freibeträge zu hoch. Reiche Menschen würden nicht "ärmer", sondern nur etwas langsamer reicher werden. Und: Die Einnahmen kämen uns allen zugute. 

Das sehen auch Experten der Österreichischen Nationalbank (OeNB) so. Sie haben dafür im Sozialbericht des Sozialministeriums eine Studie veröffentlicht und sprechen sich für entsprechende Steuern aus. Bei der Präsentation ihres Kapitels sollen die Experten aber nur über andere Aspekte sprechen. Für die OeNB-Führung sind Vermögens- und Erbschaftssteuern tabu.

In Österreich redet man nicht gerne darüber. Dabei sind Steuern auf Vermögen bei uns extrem niedrig. Es ist kein Zufall, dass Vermögen hierzulande so ungleich verteilt ist, wie in keinem anderen Land der EU: Die fünf reichsten Prozent besitzen 55 Prozent des privaten Vermögens. Bei Unternehmensvermögen hat das reichste Zehntel sogar 95 Prozent.

Ähnliches gilt beim Erben. 70 Prozent der Haushalte erben gar nichts. Beim reichsten Zehntel erben hingegen drei von vier Menschen. Und im Schnitt bekommen sie dann 730.000 Euro - viel, viel mehr als alle anderen.

Von den großen Krisen der letzten Jahre waren ärmere Menschen viel stärker betroffen. Gleichzeitig hat es noch nie so viele Millionäre weltweit gegeben. Vermögens- und Erbschaftssteuern könnten das zumindest etwas abfedern. Und für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit für alle sorgen. Darüber sollten wir reden.

#3 Gegengelesen

Schon wieder ein Femizid in Österreich. Ein Mann hat seine Frau erschossen - angeblich, weil sie eine Affäre hatte. So genau wissen wir das nicht. Und es sollte auch nicht wichtig sein. 

Die Kronen Zeitung macht daraus einen sensationsgeilen Artikel. In dem geht es vor allem um das Sex-Leben des Paares. Das hat nichts mit dem Femizid zu tun. Aber die Krone kann es als “düsteres Geheimnis” verkaufen. Und dazu bebildert sie den Artikel mit dem Ausschnitt einer Frau - ohne Kopf. Einfach nur ein bisschen nackte Haut zeigen. Das verkauft sich halt. 

@moment_magazin

Schon wieder ein Femizid in Österreich. Ein Mann hat seine Frau erschossen - angeblich, weil sie eine Affäre hatte. So genau wissen wir da... See more

Das ist widerlich. Und es ist verantwortungslos. In dem Artikel geht es nicht um die Hintergründe von Gewalt gegen Frauen. Kein Wort über Gewaltschutz, keine Angabe von Stellen, bei denen man Hilfe bekommt. Der Tod der Frau wird einfach missbraucht, um Aufmerksamkeit zu erregen.

#4 MOMENT Live

Unsere Live-Show läuft täglich von Montag bis Donnerstag ab 18 Uhr. Du kannst die Videos immer auch hier nachsehen. Den gestrigen Livestream mit Host Max Leschanz findest du hier. Gestern ging es um den Ohrwurm, der den deutschsprachigen Raum beschäftigt - und worüber wir eigentlich diskutieren sollten.

Einen schönen Donnerstag

Sebastian

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