- Morgenmoment
- Posts
- Gesundheit für alle!
Gesundheit für alle!

Guten Morgen!
Kleine Information aus der Redaktion: Wir ziehen uns heute für einen Tag zurück, um uns auf das vorzubereiten, was uns dieses Jahr alles so entgegenwerfen mag. Der nächste Newsletter erscheint daher erst am Mittwoch. Weiter im Text geht es im heutigen Morgenmoment von Edith Ginz.
#1 Möchtest du das teilen?
Ihr Kind hat mit neun Jahren die Diagnose ADHS erhalten. Erst dadurch haben Johanna und Jakob entdecke, dass sie auch damit leben:
#2 Spin des Tages
Gute Ansätze mit großen strategischen Lücken: So bewertet das Momentum Institut die neue Industriestrategie der schwarz-rot-pinken Bundesregierung. Die am Freitag präsentierte Strategie soll bis 2035 die österreichische Industrie und damit auch die Wirtschaft stärken.
Kern der Strategie sind Investitionen von 2,6 Milliarden Euro in neun Bereiche, die die Regierung als „Schlüsseltechnologien“ definiert hat. Diesen Fokus der Forschungs- und Unternehmensförderung auf Schlüsseltechnologien sieht das Momentum Institut positiv, denn bisher würden Forschungsförderungen zu wenig zielgerichtet vergeben. Als sinnvoll bewertet das Institut auch einen neuen „Scale-up-Fonds“, der Start-ups fördern soll, und den Verzicht auf „breite, teure und ineffiziente Subventionen für alle Industriebetriebe“.
Und die Lücken? Die Industriestrategie blende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen wie den starken Euro, die schwache Nachfrage in Europa, die schwierige Situation im Bereich Wohnbau oder den technologischen Rückstand der EU gegenüber den USA und China aus. Überhaupt, China: Die Worte „China“ oder „chinesisch“ kommen auf den 112 Seiten der Industriestrategie kein einziges Mal vor.
Kritisch sieht das Momentum Institut auch die geplante Senkung der Lohnnebenkosten ab 2027. Durch die derzeitige Sparpolitik der Bundesregierung fehle zudem das Geld für wichtige industriepolitische Maßnahmen – etwa für höhere staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung oder für staatliche Beteiligungen in Schlüsselindustrien.
#3 Besser geht doch
Das Zürcher Stadtparlament hat beschlossen, dass auch Menschen ohne Krankenversicherung dauerhaft eine kostenlose medizinische Grundversorgung erhalten. Das bedeutet: Menschen ohne Krankenversicherung können nicht nur in Notfällen zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen, sondern auch wegen chronischer Erkrankungen wie Diabetes. Dafür bewilligte das Zürcher Stadtparlament 1,9 Millionen Franken (ca. 2 Millionen Euro) pro Jahr. Als Pilotprojekt gibt es das System bereits seit 2023.
Die Sorge, dass dadurch mehr Menschen ohne Papiere nach Zürich kommen könnten, hat sich nicht bewahrheitet. Die Befürworter:innen argumentieren, die Regelung spare langfristig sogar Kosten: weil Menschen dadurch früher zum Arzt gingen und somit weniger Notfälle entstünden.
In Österreich gibt es bisher keine umfassende Grundversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung. Nur im Notfall sind Ärzt:innen verpflichtet, auch nicht versicherten Personen zu helfen. Einzelne Einrichtungen in Österreich bieten aber eine kostenlose Grundversorgung an. Etwa das Neunerhaus in Wien, Caritas-Ambulatorien oder AmberMed (betrieben von Diakonie und Rotem Kreuz).
Mehr von MOMENT.at
Keine Sonderbehandlung für rechte Frauen im Faschismus: Diese Systeme leben von Frauenhass, auch wenn manche Frauen sie mittragen. Zuerst trifft die Gewalt mehrfach diskriminierte Frauen, aber am Ende trifft sie uns alle.
Ciao
Thia
Unterstütze MOMENT.at
MOMENT.at arbeitet unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Danke!

Reply