Historische Aufstände in Serbien

Guten Morgen!

Mieter:innen, Protestierende in Serbien und trans Personen - Perspektiven, die zu oft ignoriert werden. Nicht in unserem Morgenmoment, heute von Angela Alexa.

#1 Möchtest du das teilen?

Eine Immo-Firma ist pleite, eines ihrer Häuser wird zwangsversteigert. Vor dem Bezirksgericht Hernals steigt ein Bieterbewerb. Manchmal amüsant, aber bitterernst für die Bewohner:innen. Mit dem alten Besitzer war es eine Tortur. Tage nach der Versteigerung wird in Wohnungen eingebrochen.

#2 Ignoriert

Es begann mit Student:innen-Protesten im November 2024. Nun ist daraus eine landesweite Bewegung gegen Präsident Vučićs autoritäre Herrschaft geworden. Tausende fordern ein Ende der korrupten Herrschaft. Die Proteste dauern bereits seit über vier Monaten an und werden stetig größer. 

Vučić, bekannt für Medienmanipulation und Unterdrückung der Opposition, droht mit Gewalt. Er bezeichnet die friedlichen Demonstrationen als "schwere Verbrechen". Er nannte die Demos schon im Vorfeld "illegal" und kündigte Verhaftungen an. Sicherheitsexpert:innen warnten davor, dass das Regime gewaltsame Zwischenfälle inszenieren könnte.

Es geht bei dem Protest vor allem um Rechtsstaatlichkeit und echte Demokratie. Der serbische Präsident hat sämtliche staatlichen Institutionen unter seine Kontrolle gebracht und regiert faktisch allein.

Vučićs Macht ist durch die anhaltenden Proteste erstmals ernsthaft bedroht.

#3 Besser geht doch

Ungarn verweigerte einer Person, ihren Geschlechtseintrag zu ändern. Die hat bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugeteilt bekommen, fühle sich aber als Mann. Ihm wurde verwehrt, seinen Geschlechtseintrag zu ändern, weil er sich keiner geschlechtsangleichenden Operation unterzogen hatte. 

Die aus dem Iran geflüchtete Person legte den ungarischen Behörden psychiatrische und gynäkologische Atteste vor. Das half nichts. Der Fall ging an den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Die Richter:innen stellten klar, dass Behörden keinen Nachweis einer Operation fordern dürfen. 

Jede Person habe das Recht, ihren Geschlechtseintrag zu ändern, wenn dieser nicht mehr zutrifft. Das nationale Recht dürfe kein Hindernis sein. 

Einen guten Start in die neue Woche wünscht dir,

Angela

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