Holen wir uns alles zurück

Rechte kapern soziale Medien. Die ÖVP verhindert, dass die Natur zurückkommt. Das sollten wir nicht einfach hinnehmen.

Guten Morgen!

Rechte kapern soziale Medien. Die ÖVP verhindert, dass die Natur zurückkommt. Das sollten wir nicht einfach hinnehmen. Deinen Morgenmoment bringt dir heute Andreas Bachmann.

#1 Möchtest du das teilen?

Rechtsradikale überschwemmen soziale Netzwerke. Auf TikTok geht das schnell, einfach und kommt gut an. Viele junge Menschen wollen das nicht mehr hinnehmen. #ReclaimTikTok fordern sie. Regisseurin Lisa-Marie Gotsche hat darüber eine Doku produziert, die heute erscheint. Was sie dabei herausgefunden hat, erzählt sie dir in unserem Interview.

#2 Lesetipp

Kanzler Karl Nehammer nennt das EU-Renaturierungsgesetz in bester FPÖ-Manier ein “dramatisches Beispiel für den Überregulierungswahn”. Er und Minister Totschnig fürchten um die Landwirtschaft. Die Blockade ist ein offensichtliches Kalkül: Die ÖVP will kurzfristig Stimmen fangen und ihr Klientel “schützen”. Doch gerade die hätten viel von Renaturierung. Ein Kommentar.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Von der EU finanzierte Sicherheitskräfte setzen Geflüchtete in der Sahara aus. Das ergibt eine einjährige internationale Investigativrecherche von Lighthouse Reports mit Washington Post, der Tagesschau, Le Monde und weiteren Medien.

Viele der Geflüchtete in Marokko, Mauretanien und Tunesien werden auf dem Weg nach Europa aufgegriffen. Es trifft aber auch legale Migrant:innen, die sich dort ein Leben aufgebaut haben. Sicherheitskräfte picken sich Menschen mit dunkler Hautfarbe heraus, stecken sie in Busse und Jeeps und setzen sie ohne Hilfe, Essen oder Wasser in der Wüste aus. Manche werden sogar in Grenzgebieten ausgesetzt, wo sie Opfer von Schlepperei und kriminellen Banden werden. Beispielsweise nahe dem Kriegsgebiet an der Grenze zu Mali.

Journalist:innen haben mit über fünfzig Betroffenen gesprochen und dokumentierten 14 Fälle von Verschleppungsaktionen allein in Tunesien. Die EU und auch einzelne Mitgliedstaaten wissen davon nicht nur, sie finanzieren solche Vorhaben der nordafrikanischen Länder.

Um “Migration zu managen” gab die EU Tunesien, Mauretanien und Marokko über 400 Millionen Euro in den vergangenen Jahren. In anderen Fällen werden Autos, Equipment und Sicherheitskräfte bereitgestellt.

Laut der Recherche gibt es Dokumente, die zeigen, dass die EU seit 2019 interne Diskussionen über das brutale Vorgehen führt und im Fall von Marokko die Paramilitärs sogar direkt finanziert. Zwei Quellen aus der EU sagen, dass es “unmöglich” sei, nachzuvollziehen, wofür die EU-Gelder schlussendlich genutzt werden. Die Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen wollte sich auf Anfrage der deutschen Tagesschau nicht äußern.

#4 Veranstaltungstipp

Während das Leben für die Vielen immer schwerer leistbar wird, gibt es die Wenigen, die immer profitieren. Na klar, die Reichen: Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Barbara Blaha und Willi Mernyi reden darüber. Spechteln Sie mit uns einen Abend hinter den Vorhang. Reden wir über das, über das wir nicht reden sollen, wenn es nach ihnen geht. Wie sie zu ihrem Reichtum kommen. Wie sie ihn vor der Gesellschaft verstecken, damit sie keine Steuern zahlen müssen. Wie sie Politik und Medien steuern, damit sich daran nix ändert. In Wien am 6. und 7. Juni. Zur Anmeldung geht es hier.

#4 MOMENT Live

Unsere Live-Show läuft täglich von Montag bis Donnerstag ab 18 Uhr. Du kannst die Videos immer auch hier nachsehen.

Einen guten Start in die Woche wünscht Dir,
Andreas

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