Irgendwann geht nicht mehr.

Ein grünes Morgenmoment-Banner mit schemenhaften Windrädern im Hintergrund

Guten Morgen!

Zwei Comebacks, die niemand wollte: Masern und konservative Spins. Aber es gibt auch gute News. Einen schönen Morgenmoment wünschen dir heute Sebastian Panny und Simon Altorff.

#1 Möchtest du das teilen?

Jetzt hat auch Deutschland die unsägliche Diskussion um die vermeintliche “Lifestyle-Teilzeit” aufgegriffen. Was hinter dem Angriff der Konservativen steckt, kommentiert Natascha Strobl:

#2 In was für einem Land leben wir eigentlich?

Sechs Länder hatten die Masern offiziell schon ausgerottet. Aber nach vielen Jahren musste ihnen die WHO diesen Status als “masernfrei” wieder aberkennen. Neben Armenien, Aserbaidschan, Spanien, Usbekistan und Großbritannien zählt leider auch Österreich dazu.

Ein wesentlicher Grund: Immer weniger Menschen sind gegen Masern geimpft. Für eine Herdenimmunität bräuchte es eine Durchimpfungsrate von 95%. Die erreichen wir in Österreich in keiner Altersstufe. Dabei wäre die Impfung höchst wirkungsvoll. Bevor es sie gab, starben weltweit jährlich etwa 2,6 Millionen Menschen an einer Infektion. Die Impfung hat im vergangenen halben Jahrhundert mehr Kinder gerettet, als jede andere.

Die höchst ansteckenden Masern töten nicht nur, sie richten noch viel mehr Schaden an. Rund ein Drittel der Erkrankten müssen mit teils schweren Folgen rechnen. Etwa Hirnhautentzündungen und ein geschädigtes Immunsystem. Von tausend infizierten Menschen sterben zwischen ein und drei - wenn es ein gutes Gesundheitssystem gibt. In armen Ländern ist es sogar jede:r Vierte. Kleine Kinder sind am schlimmsten betroffen.

In einigen europäischen Ländern gibt es eine Impfpflicht für Masern. In Österreich wird die MMR-Impfung “dringend empfohlen”.

#3 Besser geht doch

Guatemalas Regierung hat die Förderung im “Xan” Ölfeld gestoppt, das im Nationalpark Laguna del Tigre liegt. Jahrzehntelang wurden dort 90% von Guatemalas Rohöl gefördert - auf Kosten der Natur. Im August 2025 endete der Vertrag mit der anglo-französischen Ölfirma Perenco, den die Regierung - zugunsten des Regenwaldes und des Klimaschutzes - nicht verlängerte. Das Ölfeld wird nun teils wieder verwildert. Außerdem entsteht eine Basis für Militär und Polizei, von der aus der Regenwald geschützt und Kriminalität bekämpft werden soll.

Das Ölfeld zog mit illegaler Viehzucht, Holzabbau und Drogenhandel kriminelle Strukturen an, wofür jährlich tausende Hektar Regenwald abgeholzt wurden. Das Ende der Ölförderung ist gut für die Umwelt. Naturschützer warnen allerdings auch vor einer politischen Show, denn die große Korruption in Guatemala birgt die Gefahr, dass der kriminelle Raubbau an der Natur weitergeht.

#4 MOMENT Live

In unserer wöchentlichen Live-Show (jeden Mittwoch um 18 Uhr) geht es heute um die frisch abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen im Sozialbereich und die Frage, wie wir den Pflegenotstand in den Griff bekommen können:

Du kannst die Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen. 

Einen schönen Mittwoch

Sebastian & Simon

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