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Kinder einsperren?

Guten Morgen!
Die Berichterstattung über einzelne „Systemsprenger“ sorgte für die politische Forderung nach geschlossenen Unterbringungen für kriminelle Kinder und Jugendliche. Diese und weitere Nachrichten im heutigen Morgenmoment von Edith Ginz.
#1 Möchtest du das teilen?
Österreich verhält sich, als würde es den Ukraine-Krieg quasi als beendet betrachten. Unterdessen zeigt ein auffälliger Trickt: das Innenministerium weiß, wie es eine Schwäche von Medien nutzt.
#2 Ignoriert
Wintersportwoche für Kinder? Muss man sich leisten können. Sogar im Programm der Bundesregierung heißt es, Österreich soll "Skination Nummer eins" bleiben. Doch nicht alle dürfen dabei mitmachen. Maximal 100 Euro Unterstützung gibt es österreichweit - und das nur für Haushalte, die bereits Sozialleistungen beziehen.
Der Großteil der Kosten bleibt an den Familien hängen. Daran ändern auch unterschiedliche, aber kleinere Ergänzungen von Bundesländern nichts. Denn eine Wintersportwoche kostet pro Kind laut Elternvertreter:innen zwischen 400 und 700 Euro.
Bei niedrigen Einkommen der Eltern ist das schwer bis nicht leistbar. Für die Kinder ist das doppelt bitter. Sie müssen zur Schule, während ihre Freund:innen gemeinsam Spaß haben. Die Ausgrenzung wirkt sich auch danach auf die Klassengemeinschaft aus.
#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Erst lässt das System Kinder und Jugendliche im Stich, dann schreien Teile der Politik danach, sie wegzusperren. Die Debatte um die angeblichen „Systemsprenger“ ist ein Armutszeugnis.
#4 Besser geht noch
Die österreichweiten Sozialkürzungen sind ein teures Geschenk – bezahlt mit einem Kredit aus der Zukunft.
Ciao
Thia
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