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Nur ein Heute ohne "Heute" ist ein gutes Heute

Ein grünes Morgenmoment-Banner mit schemenhaften Windrädern im Hintergrund

Guten Morgen!

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die “Heute” nicht mit verantwortungsloser Berichterstattung auffällt. Ein aktuelles Beispiel gibts im neuen Morgenmoment, geschrieben von Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Milizen der Übergangsregierung in Syrien haben die demokratisch verwalteten kurdischen Gebiete angegriffen. Wir haben mit Kurd:innen in Wien gesprochen, die um ihre Familien in Rojava fürchten.

#2 Altpapier

Ein Mann hat konsensuellen Sex in einem Lokal. Als er später bewusstlos ist, wird er sexuell missbraucht. In weiterer Folge stirbt er an einer Sauerstoffunterversorgung.

Was macht die "Heute" zur Headline? Dass der Mann nach einem ~flotten Dreier~ gestorben sei.

Im Artikel schreibt die Zeitung vom „verruchten” Lokal in dem es „zur Sache gegangen” sei und wo eine „schlüpfrige Party” gefeiert wurde. Der Tod des Mannes hat nichts mit seinem konsensuellen Sexualverhalten zu tun. Das hat auch nichts damit zu tun, dass er sexualisierte Gewalt erfahren hat. Durch das Clickbait und die Verknüpfung verharmlost die "Heute" sexualisierte Gewalt gegen Männer und zieht sie durch die Beschreibungen ins Lächerliche.

Gleichzeitig dient der “Heute” konsensueller Sex als Aufmacher für eine Geschichte, die absolut gar nichts damit zu tun hat.

#3 Besser geht doch

Die hohen Strompreise sind einer der wichtigsten Treiber der Inflation in Österreich. Gleichzeitig haben die neun Landes-Energieversorger in den vergangenen Jahren massive Übergewinne eingefahren. Alleine 2024 lagen sie bei 1,5 Milliarden Euro - ohne irgendetwas dafür zu tun.

Die Preise könnten bald zurückgehen. Die mehrheitlich staatliche Verbund AG hat jetzt mit dem “Österreich”-Tarif einen Stromtarif in Aussicht gestellt, der teilweise deutlich unter den Preisen der Landesversorger liegt, wie eine Berechnung des Momentum Instituts zeigt. Nur in Vorarlberg und Tirol zahlt man aktuell weniger für Strom. Für den Durchschnittshaushalt ergeben sich je nach Bundesland Einsparungen von bis zu 280 Euro pro Jahr.

Für den billigeren Preis sorgt aber nicht der Markt, sondern politischer Druck. Die Regierung hat sich die Senkung der Strompreise als Ziel gesetzt. Mit dem Sozialtarif können sich 250.000 einkommensärmere Haushalte ab 1. April fast zwei Drittel ihres Strompreises ersparen.

Ziehen die Landesenergieversorger bei der Preissenkung nicht mit, bleibt Strom für die meisten Haushalte jedoch weiterhin teuer. Deswegen empfiehlt das Momentum Institut einen staatlich vorgegebenen Maximalpreis. Der wird aktuell von der Regierung im Zuge des “Energiekrisenmechanismus” verhandelt, wo er mit 10 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt würde.

Einen schönen Dienstag

Sebastian

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