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Obacht!
Vorsicht ist geboten. Bei Vermieter:innen und der Berichterstattung über Rechtsextreme, erfährst du in diesem Morgenmoment. Thia (Edith Ginz) schickt ihn dir.
#1 Möchtest du das teilen?
Immobilienfirmen lassen Mietshäuser verkommen - zum Schaden der Bewohner:innen. Die Stadt Wien schritt ein. Über zwei Häuser der Firma Mauerwerk wurde die Zwangsverwaltung verhängt. In der Salzachstraße lief ein Konstrukt mit Scheinuntermieten und Strohmännern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Firma taucht ab, liest du hier.
#2 Korrigiert
Rechtsextreme inszenieren sich gerne als Helden - und Medien müssen aufpassen, ihnen dabei nicht zu helfen. Es beginnt mit Begriffen, die unkritisch von Journalist:innen in der Berichterstattung über das rechtsextreme Netzwerk in Österreich übernommen werden. Im aktuellen Fall sind das Wörter wie "Pädo-Hunter" oder "Kinderschänder" im Zusammenhang mit den brutalen Übergriffen auf homosexuelle Männer.
Was viele nicht sehen: Damit wiederholen Journalist:innen die Rechtfertigungen der Täter. Das ist nicht nur gefährlich, sondern lenkt auch von der eigentlichen Problematik ab: Rechtsextreme verüben Terrorakte.
Die Widerlegung dieser Hetze hatten wir eigentlich schon vor knapp zwei Wochen. Jetzt braucht es größere Einordnungen rechtsextremer Gewalt in Österreich. Es geht nicht darum, wie die Täter ihre Gräueltaten rechtfertigen. Es geht darum, dass rechtsextreme Österreicher grundlos Minderheiten terrorisieren.
Rechtsextreme instrumentalisieren „Kinderschutz“, um Gewalt als „Selbstjustiz“ zu rechtfertigen – ein klassisches Muster rechtsextremer Propaganda, das auch in den USA und Russland dokumentiert ist und lange Tradition im Faschismus hat. Übernehmen Journalist:innen die Täter-Perspektive, wiederholen sie deren Rechtfertigung. Diese Gewalt ist aber durch nichts zu rechtfertigen.
Medien entscheiden, ob sie Brückenbauer oder Brandbeschleuniger sind. Es liegt an uns allen, eine klare Haltung zu beziehen und zu fordern: Hört auf, Rechtsextremen zu helfen, appelliert Angela Alexa.
#3 Besser geht doch
Verkehrsberuhigte Zonen verleiten die Menschen dazu, mehr im Einzelhandel einzukaufen. Das zeigt eine neue Studie vom Deutschen Institut für Urbanistik. Das ist vor allem interessant, weil Wirtschaftsvertreter:innen sich regelmäßig gegen Verkehrsberuhigungen aussprechen.
Weniger Autoverkehr schade dem Handel, so lautete damals das Argument beim Umbau der Wiener Mariahilfer Straße. Seitdem diese und weitere Einkaufsstraßen verkehrsberuhigt sind, boomt dort jedoch der Handel. Laut WKW brachten diese Zonen nach ihrer Fertigstellung insgesamt 9,1 Millionen Euro Wertschöpfung im Jahr und 122 Jobs. Für das Klima wäre jedoch nicht nur weniger Verkehr, sondern auch weniger Konsum sinnvoll.
#4 In eigener Sache
Dir liegen gesellschafts- und wirtschaftspolitische Themen liegen am Herzen und du berichtest auch gegen Widerstände darüber? Die Ideen dazu gehen dir nie aus und du kannst komplexe Sachverhalte daraus so erzählen, dass jede:r sie versteht?
#5 MOMENT Live
Unsere Live-Show läuft täglich von Montag bis Donnerstag ab 18 Uhr. Du kannst die Videos immer auch hier nachsehen. Den gestrigen Livestream mit Host Max Leschanz findest du hier. Dabei geht er der Frage nach, ob Marine Le Pen nie wieder in die Politik gehen darf.
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Ciao Kakao
Thia
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