Rechts, Rechter, Rechtsextrem

Ein grünes Morgenmoment-Banner mit schemenhaften Windrädern im Hintergrund

Guten Morgen!

Der DÖW hat den Rechtextremismusbericht 2024 veröffentlicht und erneuerbare Energien überholen fossile Energien in der EU erstmals.
Mehr dazu im heutigen Morgenmoment von Simon Altorff.

#1 Möchtest du das teilen?

Donald Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos verdeutlicht, dass Vermögen und politische Macht immer näher zusammenrücken. Auch in Österreich steigt die Vermögenskonzentration, trotzdem wird selbst in Zeiten der Budgetkonsolidierung weiterhin auf Steuereinnahmen aus Vermögen verzichtet. Ein Kommentar von Barbara Schuster, stellvertretende Chefökonomin des Momentum Instituts.

#2 Der Reihe nach

Das Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) veröffentlichte gestern Vormittag den zweiten Rechtsextremismusbericht. Im Untersuchungsjahr 2024 wurden in Österreich so viele rechtsextreme Straftaten angezeigt wie noch nie.

Bereits im vorherigen Bericht war die Zahl rechtsextremer Straftaten um 30 Prozent gestiegen, von 2023 auf 2024 nahm sie um weitere 22 Prozent zu. Gleichzeitig entstanden 2024 mehrere neue Neonazi-Gruppen in Österreich, wobei die rechtsextreme Szene vor allem gewaltbereite junge Männer rekrutiert.

Von Burschenschaften über die Identitäre Bewegung bis hin zu offen neonazistischen Gruppen ist diese Szene gut organisiert, und viele der beteiligten Organisationen weisen direkte Verbindungen zur FPÖ auf.

Wenn Politiker:innen wie Herbert Kickl Begriffe wie „Remigration“, „Volksverräter“, „Fahndungslisten“ oder „Klimaterroristen“ verwenden, bleibt das nicht ohne Wirkung: Solche Aussagen normalisieren rechtsextreme Ideologien und senken die Hemmschwelle für reale Gewalt. Kickl selbst sieht darin jedoch kein Problem und leugnet laut Bericht sogar, dass es in Österreich überhaupt Personen oder Gruppen mit rechtsextremer Ausrichtung gäbe.

#3 Geht noch besser

Wendepunkt erreicht: Energie aus Wind und Sonne ist in der EU klar auf dem Vormarsch. Im Jahr 2025 wurde erstmals mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie erzeugt als aus Kohle, Öl und Gas zusammen. Insgesamt lieferten erneuerbare Energien fast die Hälfte des gesamten EU-Stroms. Besonders stark wuchs die Solarenergie. Durch Sonnenkraft produzierte die EU mehr Strom als aus Kohle und Wasserkraft gemeinsam.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Rechnung für viele Haushalte wenig erfreulich. Obwohl erneuerbare Energien grundsätzlich günstiger sein sollten, bleiben die Strompreise hoch. Der Grund dafür liegt vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn Gas den Strompreis bestimmt. Dieses Gas muss wegen der hohen Nachfrage häufig aus anderen Ländern importiert werden. Allein im Jahr 2025 zahlte die EU rund 32 Milliarden Euro für Gasimporte.

Dabei sind Wind- und Solarstrom nicht nur günstig, sondern an vielen Tagen sogar im Überfluss vorhanden. Damit dieses Potenzial besser genutzt werden kann, braucht es jedoch ausreichend Möglichkeiten zur Stromspeicherung. EU-weit haben sich große Stromspeicher innerhalb von nur zwei Jahren mehr als verdoppelt. In Zukunft könnten sie genau dann Energie liefern, wenn Strom besonders teuer ist. So ließe sich Gas zunehmend verdrängen und die Strompreise langfristig senken.

GuMo,

Simon

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