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Sexismus so weit das Auge reicht

Guten Morgen!
Man hat’s nicht leicht als Frau. Entweder sieht man uns als Objekt, als grade gut genug, um einem einen Kaiserschmarren zu bringen oder man sieht uns gar nicht. Wir sehen aber wo es Probleme gibt und berichten darüber, auch im heutigen Morgenmoment. Lisa Wohlgenannt schickt ihn dir.
#1 Möchtest du das teilen?
Gewalt, Sexualisierung, alte Rollenbilder - Werbung ist oft frauenfeindlich. Zuletzt sorgte ein Video einer Raiffeisen-Filiale in Vorarlberg für Aufregung. Sexismus in der Werbung ist aber kein Einzelfall, sondern ein gesellschaftliches Problem – und es wird wieder größer, liest du hier.
#2 Hast du das gesehen?
Mindestens 20 Millionen Frauen in Europa haben keinen sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen. Eine politische Entscheidung, die Leben gefährdet.
In Malta ist Abtreibung fast vollständig kriminalisiert. In anderen Ländern existiert sie nur am Papier, blockiert durch ärztliche „Gewissensgründe“, Pflicht-Wartezeiten, Fristen und Kosten. Wer kein Geld, keine Zeit oder keine Möglichkeit zu reisen hat, wird faktisch ausgeschlossen.
So werden reproduktive Rechte und damit die Selbstbestimmung über den eigenen Körper eingeschränkt.
Über 1,1 Millionen Menschen haben deshalb die Europäische Bürger:inneninitiative “My Voice, My Choice” unterzeichnet. Am 25. Februar muss die EU-Kommission entscheiden, ob sie handelt. Marlene Engelhorn ist gerade im Brüssel, um Bewusstsein dafür zu schaffen. Sie hat uns erzählt, was bis dahin passieren soll.
#3 Besser geht doch
Die Europäische Kommission hat ein Verfahren gegen den Onlinehändler Shein eingeleitet. Es geht um mehrere Bereiche: 1. Verkauf illegaler Produkte in der EU wie kinderähnlicher Sexpuppen. 2. Suchterzeugendes Design mit Verbraucherpunkten und Belohnungen. 3. Zu wenig Transparenz bei Empfehlungssystemen, um Nutzer:innen Inhalte und Produkte vorzuschlagen.
"In der EU sind illegale Produkte verboten – unabhängig davon, ob sie sich in einem Ladenregal oder auf einem Online-Marktplatz befinden”, sagt Henna Virkkunen, EU-Kommissionsvizepräsidentin.
Große Online-Plattformen müssen die Risiken ihrer Angebote identifizieren und beheben. Das schreibt der Digital Service Act der EU vor. Das macht der Onlinehändler Shein möglicherweise nicht ausreichend. Deswegen leitet die EU-Kommission ein Verfahren ein, um das zu prüfen. Und um zu garantieren, dass die Pflichten eingehalten und Konsument:innen geschützt werden.
#4 MOMENT Live
In unserer wöchentlichen Live-Show (Mittwoch um 18 Uhr) ging es diesmal um die Frage, ob wir uns vielleicht etwas mit China anfreunden sollten, wenn die USA ein immer unzuverlässigerer Partner oder gar Rivale werden. Und um die Arbeitsbedingungen in der IT-Branche, die gerade ihre Kollektivverträge verhandelt. Chefverhandlerin der IT, Sandra Steiner, war zu Gast in dieser Live-Show.
Du kannst die Videos immer auch hier auf Youtube nachsehen.
Ich hoffe du fühlst dich heute gesehen
Lisa
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