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Weg mit Big Tech

Guten Morgen!
Big Tech müllt unser Internet zu. Die FPÖ jammert schon wieder über sich selbst und ein Report zeigt, was die Medien nicht zeigen.
#1 Möchtest du das teilen?
Mit Algorithmen bestimmt Big Tech, welche Information uns erreicht. Das ist unter anderem gefährlich für unsere Demokratie. Verantwortung müssen die kommerziellen Plattformen für ihre Enshittification nicht übernehmen. Wie wir davon wegkommen und unsere digitale Unabhängigkeit zurück erobern, erklärt Leonhard Dobusch.
#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?
252-mal wird die FPÖ im neuesten Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) erwähnt. Nicht ohne Grund. Der Bericht der Forscher:innen belegt, wie die FPÖ für die Entwicklung rechtsextremer Strömungen eine wichtige Rolle spielt. Die FPÖ betreibt nicht nur eigenen Medien - etwa einen Youtube-Kanal und Radio-Sender. Sie unterstützt auch andere rechtsextreme Medien durch Inserate, Exklusivinterviews und Content-Sharing.
Ein Beispiel: Herbert Kickl wählte am erfolgreichen Abend der Nationalratswahl 2024 den rechtsextremen Sender AUF1 für sein erstes Interview. Dessen Gründer pflegte enge Kontakte zur Neonazi-Szene - unter anderem zu Gottfried Küssel. Noch vor wenigen Jahren wurde von einer langsamen Annäherung von FPÖ und den rechtsextremen Identitären gewarnt. Mittlerweile bezeichnet das DÖW die Beziehung als "symbiotisch". (Eine Form des Zusammenlebens, bei der meist zwei Organismen voneinander abhängig sind.)
Herbert Kickl verharmloste die Identitären einmal als eine "NGO von rechts". Sogar Passagen im FPÖ-Wahlprogramm zur Nationalratswahl 2024 sind laut DÖW "fast wortgetreu" dem Buch des ehemaligen Identitären-Sprechers entnommen. Von der "Remigarion" bis zum "Großen Austausch" und dem Gezeter über "Systemparteien": Auch die Sprache übernimmt die Partei immer von rechtsextremen Bewegungen. Das pseudowissenschaftliche Wort "Remigration" beschreibt etwa die Beseitigung ethnischer Vielfalt in Europa durch Massenvertreibung.
#3 Ignoriert
Der CARE-Krisenreport über das Jahr 2025 wurde veröffentlicht. Er berichtet über 10 humanitäre Krisen und Katastrophen. Alle Katastrophen betreffen je über 1 Million Menschen und wurden in Medien kaum erwähnt.
In der Zentralafrikanischen Republik führen Angriffe auf Zivilbevölkerung, Infrastruktur, Krankenhäuser und Schulen zu Vertreibungen. 2,4 Mio. Menschen brauchen Hilfe. Jede:r Fünfte ist auf der Flucht. Frauen und Mädchen sind sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Hilfsgelder werden gekürzt.
Die Klimakrise trifft die Ärmsten mit voller Wucht. Namibia erlebt die schlimmste Dürre seit 100 Jahren. 1,3 Mio. Menschen leiden an Hunger. In Sambia brechen Dämme, Fluten zerstören Ernten. 5,5 Mio. Menschen betroffen. In Malawi kämpfen 6,1 Mio. Menschen ums Überleben. Wirbelstürme, Dürren, Überschwemmungen wechseln sich ab.
Klimakrise, Hunger und Gewalt gegen Frauen plagen Honduras. 1,6 Mio. Menschen brauchen Hilfe. 61 % der Frauen und 10 % der Männer litten im Vormonat an Hunger. In der Diktatur in Nordkorea sind 10,7 Mio. Menschen unterernährt und von der Außenwelt isoliert. Jedes 5. Kleinkind leidet unter Wachstumsverzögerungen. Obwohl Angola zu den größten Ölproduzenten Afrikas zählt, leiden 2,6 Mio. Menschen unter Dürre, sozialen Unruhen und einer Cholera-Epidemie.
Hunger, Gewalt, Flucht und das volle Ausmaß der Klimakrise treffen sowohl Burundi, Simbabwe und Madagaskar. Zusammen zählen die Länder über 12 Mio. Betroffene. Auch hier sind Frauen am härtesten betroffen. Gemeinsam betreffen die 10 Krisen über 40 Millionen Menschen.
Wenn humanitären Katastrophen keine mediale Öffentlichkeit erhalten, werden sie auch von der Politik eher ignoriert.
Einen schönen Freitag und ein angenehmes Wochenende,
Simon
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